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Umfrage: Fast jeder Vierte ist wegen des Jobs schon einmal umgezogen



Eine repräsentative Infas-Umfrage hat ergeben, dass fast jeder Vierte (23 Prozent) wegen des Jobs schon einmal innerhalb Deutschlands umgezogen ist. Personen mit einem hohen Schulabschluss ziehen dabei häufiger für den Beruf um als jene mit einem niedrigen Bildungsabschluss: So haben 41 Prozent der Abiturienten schon einmal wegen der Arbeit den Ort gewechselt. Von den Hauptschülern waren es nur 16 Prozent. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurden 1004 Personen ab 18 Jahren befragt. Nur eine Minderheit ist für den Job schon einmal ins Ausland gegangen: Fünf Prozent haben das bislang gemacht. Überdurchschnittlich häufig gehen Personen mit Fachhoch- oder Hochschulabschluss (14 Prozent) ins Ausland. Von den Personen mit einer Ausbildung machen das nur drei Prozent. Die Bereitschaft, ins Ausland umzuziehen, steigt außerdem mit dem Einkommen: So sind nur drei Prozent der Personen mit einem Nettoeinkommen von 1500 Euro für den Job schon einmal ins Ausland gezogen. Bei den Personen mit einem Nettoeinkommen von mehr als 4000 Euro waren es deutlich mehr (14 Prozent). dpa

Vorgesetzte sollten mit Lob in Meetings vorsichtig sein

Vorgesetzte sollten es sich gut überlegen, ob sie einen einzelnen Kollegen in einer Besprechungsrunde loben – egal wie gut die Leistung des betreffenden Beschäftigten war. Das schützt nicht nur die Stimmung sondern auch die Aufmerksamkeit der anderen Mitarbeiter. Denn das Lob eines Mitarbeiters bringe womöglich die Abwertung der Arbeit eines anderen Angestellten mit sich, sagt Simone Kauffeld, Professorin an der Technischen Universität Braunschweig. Ist das der Fall, beeinträchtigt es den Verlauf des Meetings – denn derjenige, der sich herabgesetzt fühlt, schaltet womöglich geistig ab. Vorgesetzte sollten Lob daher in Meetings nur mit Bedacht aussprechen, schreibt sie in der Zeitschrift „Forschung & Lehre“ (Ausgabe 1/2013). Ihr Lehrstuhl hat über 400 Teamsitzungen mit der Videokamera aufgezeichnet und ausgewertet. dpa

Work-Life-Balance: Nicht zu viel vornehmen in der Freizeit

Wer unter der Woche hart arbeitet, sollte sich am Wochenende nicht zu viel vornehmen. Vielbeschäftigte Menschen machten häufig den Fehler, ihren Arbeitsrhythmus auf die Freizeit zu übertragen, sagt der Kölner Diplom-Psychologe Markus Brand. Zum Beispiel meldeten sich manche gleich für einen Marathon an, statt es erstmal bei einem Waldlauf zu belassen. Vielen gebe der erfolgreich gemeisterte Marathon zwar Bestätigung. Der Körper brauche aber Regenerationszeiten, sagt Brand. Wichtig sei, in der Freizeit etwas zu machen, was nichts mit dem Beruf zu tun hat, rät Brand. Nur so gewinne man Abstand von der Arbeit. Gut sei zum Beispiel, Zeit mit der Familie zu verbringen, Sport oder Gartenarbeit zu machen – oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Wem auf die Schnelle nichts Passendes einfällt, helfe ein Blick in die eigene Vergangenheit, so Brand. „Was habe ich als Kind gern gemacht?“ So kann man zum Beispiel alte Hobbys wieder aufleben lassen. „Wer wegen eines kaputten Knies nicht mehr Fußball spielen darf, kann zum Beispiel eine Jugendmannschaft trainieren“, erklärt Brand. dpa

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