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Zahl der Pleiten in den USA sinkt

Wilmington - In den USA ist die Zahl der Insolvenzen so gering wie seit der Finanzkrise nicht mehr. 2012 sank sie um 14 Prozent auf 1,19 Millionen, wie das American Bankruptcy Institute (ABI) am Wochenende mitteilte. Dies sei das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2008. Bei den Firmenpleiten betrug der Einbruch sogar 22 Prozent. Dem Institut zufolge ist auch für das laufende Jahr ein Rückgang der Insolvenzen insgesamt zu erwarten. Die Verbraucher reduzierten weiter ihre Schulden und die Zinsen dürften gering bleiben, hieß es zur Begründung. Trotz Immobilienkrise und Rezession war die Zahl der US-Insolvenzen im Schnitt der vergangenen vier Jahr deutlich geringer als in den zehn Jahren davor. ABI führte dies auf ein geändertes Insolvenzrecht zurück. rtr

Vodafone soll Steuern zahlen

Mumbai - Die indischen Steuerbehörden lassen im Streit mit dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone nicht locker. Das Unternehmen habe eine Zahlungserinnerung über umgerechnet zwei Milliarden Dollar erhalten, teilte Vodafone am Samstag mit. Die Forderung stehe im Zusammenhang mit dem Erwerb des indischen Mobilfunkgeschäfts von Hutchison Whampoa im Jahre 2007. Vodafone bestreitet, dass durch das Geschäft Steuerverpflichtungen angefallen sind. Im vergangenen Jahr hatte das Oberste Gericht in Indien zugunsten Vodafones entschieden. Seither wurde jedoch das Gesetz geändert, um eine rückwirkende Besteuerung zu ermöglichen. Nach Protesten multinationaler Konzerne wird diese Vorschrift jedoch derzeit überprüft. rtr

Neue Klage gegen JPMorgan Chase

Alexandria/New York - Die US-Großbank JPMorgan Chase hat schon wieder Ärger wegen fragwürdiger Hypothekengeschäfte zu Zeiten der Finanzkrise. Der US-Finanzmarktregulierer NCUA wirft dem Institut vor, falsche Angaben beim Verkauf von Hypothekenpapieren im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) gemacht zu haben. Dies habe drei Genossenschaftsbanken in den Abgrund gerissen, erklärte die National Credit Union Administration (NCUA). Sie reichte Klage ein. Bei der Klage geht es um Finanzprodukte, die ursprünglich die US-Sparkasse Washington Mutual verkauft hatte. JPMorgan hatte den zusammengebrochenen Rivalen in den Wirren der Finanzkrise 2008 geschluckt und ist der Rechtsnachfolger. dpa

Merck will schneller werden

Frankfurt am Main - Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will bei der Entwicklung neuer Medikamente aufs Tempo drücken, um nicht gegenüber der Konkurrenz zurückzufallen. „Merck braucht alle zwei Jahre ein neues Medikament oder eine neue Indikation“, sagte Pharma-Chef Stefan Oschmann der „Wirtschaftswoche“. Dabei konzentriere sich der Konzern auf Mittel gegen Krebs, Immunkrankheiten, Multiple Sklerose und Fruchtbarkeitsstörungen. rtr

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