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BVG prüft Klage gegen Kartell



Berlin - Berlin bekommt möglicherweise Schadenersatz von Schienenherstellern in Millionenhöhe. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG prüfen, die Mitglieder eines kürzlich enttarnten Herstellerkartells zu verklagen, wie eine BVG-Sprecherin am Montag sagte. Unternehmen wie Thyssen-Krupp, Vossloh oder Voestalpine sollen über Jahre von Bahn-Betreibern zu viel Geld für die Stahlprodukte verlangt haben, das Bundeskartellamt hat bereits eine Millionenstrafe verhängt. Neben Berlin sind womöglich auch Nahverkehrsgesellschaften in vielen anderen Städten betroffen. Allein die BVG hat 2012 rund 200 Millionen Euro für Pflege und Ausbau der Netze von U-Bahn und Straßenbahn ausgegeben, ein beträchtlicher Teil davon entfiel auf Schienen, Weichen und Schwellen. In den Jahren zuvor habe die Summe ähnlich hoch gelegen, hieß es bei der BVG. Entscheiden über die Klage könne man aber erst, wenn die Justiz ihre Ermittlungen abgeschlossen habe. brö

US-Banken büßen für Kreditpfusch

Charlotte/New York - Die Bank of America überweist insgesamt mehr als zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro) an den staatlich gestützten Hausfinanzierer Fannie Mae, um Streitigkeiten bei Hypotheken-Deals aus der Welt zu schaffen. Fannie Mae kauft Banken Hauskredite ab, wodurch die privaten Institute frisches Geld erhalten. In der Krise waren jedoch viele Kredite geplatzt, weil die Hauseigentümer nicht mehr zahlen konnten. Fannie Mae erlitt massive Verluste. Der Vorwurf: Die Kredite waren von vornherein minderwertig. Die Bank of America zahlt Fannie Mae nun 3,6 Milliarden Dollar in bar und kauft für 6,75 Milliarden Dollar Eigenheimkredite zurück. In einem anderen Fall verpflichteten sich das Geldhaus und neun andere Finanzfirmen wie JPMorgan Chase oder der Citigroup, die die Zwangsversteigerungen als Dienstleister für Hypothekenkredite veranlasst hatten, nach Angaben der Regulierungsbehörde OCC zur Zahlung von 8,5 Milliarden Dollar an die Geschädigten. dpa

Media Markt verlässt offenbar China

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro legt die Pläne zur Expansion der Tochter Media Markt in China Branchenkreisen zufolge zu den Akten. Der Vorstand beabsichtige einen Rückzug der Kette aus dem Land, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag. Dies sei die klare Tendenz, sagt einer der Insider weiter. Formelle Beschlüsse gebe es aber noch nicht. Ein Metro-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren. Metro hatte zum Markteintritt von Media Markt in China ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Foxconn Technology Group unterzeichnet. Derzeit gibt es sieben Märkte im Großraum Schanghai. Metro hatte nach dieser Testphase über eine Expansion entscheiden wollen. rtr

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