NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Foto: dpa
Foto: dpaFoto: dpa

Pferdefleisch nachgewiesen



Berlin - In Deutschland ist nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums bis Freitagabend in 67 Fällen Pferdefleisch in falsch etikettierten Fertigprodukten nachgewiesen worden. Bisher seien von den Kontrollbehörden der Länder insgesamt 830 Analysen auf Pferde-DNA gemacht worden, teilte das Ministerium der „Bild am Sonntag“ mit. Allerdings sei bei keiner Analyse das für Menschen schädliche Pferde-Medikament Phenylbutazon nachgewiesen worden , hieß es. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) unterstützt derweil den Vorschlag aussortierte Lebensmittel mit Pferdefleisch an Arme zu verteilen. Auch die Evangelische Kirche warnte vor voreiliger Vernichtung der Pferde-Lasagne. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezeichnete den Vorschlag als „menschenverachtend und unwürdig“. dpa

Früherer DGB-Chef Breit gestorben Berlin - Der ehemalige DGB-Vorsitzende Ernst Breit ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 88 Jahren, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund am Sonnabend in Berlin mitteilte. Breit leitete die Organisation von 1982 bis 1990. Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer würdigte den Verstorbenen als jemanden, der „geachtet, verehrt und gemocht“ wurde, „weit über die Gewerkschaften und den DGB hinaus“. Seine Amtszeit als Vorsitzender sei keine leichte gewesen. Sommer erinnerte „an die Auseinandersetzung mit der konservativ-liberalen Bundesregierung unter Helmut Kohl, deren sogenannte geistig-moralische Wende sich auch auf die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erstreckte“. Breit hatte seine Karriere bei der Reichspost und der Postgewerkschaft begonnen. dpa

Hacker griffen auch Microsoft an

Redmond - Nach Facebook und Apple ist auch Microsoft Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Eine geringe Anzahl von Computern sei mit Schadsoftware infiziert worden, teilte Microsoft am späten Freitag mit. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kundendaten betroffen gewesen seien. Der Angriff sei ähnlich wie bei anderen Unternehmen verlaufen. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg aus Ermittlerkreisen steckte dahinter eine kriminelle Bande aus Osteuropa. Mindestens 40 Unternehmen seien Opfer der Attacke geworden. Ziel sei es gewesen, interne Informationen abzugreifen, die man auf dem Daten-Schwarzmarkt verkaufen kann. dpa

RWE will auf Kündigungen verzichten

Düsseldorf - Der Energiekonzern RWE will Insidern zufolge weitere zwei Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Dies sei Teil der am Freitagabend erzielten Tarifvereinbarung des Managements mit den Gewerkschaften Verdi und IG BCE, sagten mit dem Verhandlungsergebnis vertraute Personen. Die Vereinbarung sehe je nach Lesart eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von 2,3 bis 2,5 Prozent über zwei Jahre vor, sagte eine Person. Eine weitere sprach von zwei Stufen in Höhe von 2,75 und 1,75 Prozent plus Einmalzahlungen. Weder Gewerkschaft noch RWE wollten sich offiziell dazu äußern. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar