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Besuch in Wolfsburg. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (l.) und VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch. Foto: dpa
Besuch in Wolfsburg. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (l.) und VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch. Foto: dpaFoto: dpa

Mehr Streiks

Düsseldorf - Die Zahl der Streikenden hat sich 2012 im Vergleich zu 2011 auf etwa 1,2 Millionen mehr als versechsfacht, berichtete die Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch. Ursächlich seien vor allem Warnstreiks im öffentlichen Dienst und in der Metallindustrie. Die IG Metall bekräftigte unterdessen ihre Forderung nach einer Tariferhöhung um 5,5 Prozent in den anstehenden Verhandlungen für 3,7 Millionen Beschäftigte. „Bei einer Preissteigerung von zwei Prozent und einem Produktivitätszuwachs von 1,5 Prozent ergibt sich ein verteilungsneutraler Spielraum von 3,5 Prozent“, sagte IG Metall-Chef Berthold Huber. Dazu komme „ein konjunkturgerechter Zuschlag von bis zu zwei Prozent“. Tsp

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7200 Euro Bonus für jeden VWler

Wolfsburg - 7200 Euro Bonus zahlt VW seinen Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken für das Rekordjahr 2012, teilte das Unternehmen auf einer Betriebsversammlung am Mittwoch mit. Im Vorjahr hatte VW den Tarifbeschäftigten in Braunschweig, Emden, Hannover, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg 7500 Euro gezahlt. dpa



Im Durchschnitt zwölf Tage krank
Dortmund - Jeder Arbeitnehmer war 2011 im Schnitt 12,6 Tage krankgemeldet, 1,3 Tage mehr als ein Jahr zuvor. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stiegen die Ausfälle wegen psychischer Erkrankungen binnen drei Jahren um 44 Prozent auf 60 Millionen Tage. Die Zahl der Arbeitsunfälle ging dagegen um 3,6 Prozent auf rund eine Million zurück. Zusammen häuften die Beschäftigten in Deutschland 2011 rund 460 Millionen Fehltage an. Der Produktionsausfall belief sich auf etwa 46 Milliarden Euro. dpa

EU: Weniger Fisch über Bord

Berlin - Die Fischereiminister der Europäischen Union haben sich in der Nacht zum Mittwoch nach stundenlangen Verhandlungen auf eine Fischereireform geeinigt. Seit Jahren sind alle europäischen Gewässer überfischt. Das liegt zum einen daran, dass die EU jahrzehntelang Subventionen für die Modernisierung der Fischereiflotten ausgereicht hat. Die Flotte ist nicht nur zu groß, sie ist auch zu leistungsstark für die Fischbestände, weshalb die Trawler immer öfter vor Afrika oder auf hoher See in der Tiefsee fischen. Rund ein Drittel der gefangenen Fische gehen zudem als sogenannter Beifang wieder über Bord. Die Fischer besitzen dafür keine Fanggenehmigung, also eine festgesetzte Quote, oder sie wollen Platz für lukrativere Fänge schaffen. Die Fischereiminister wollen diese Rückwürfe nun verbieten. Allerdings konnten sie sich zunächst nur auf eine Begrenzung der Rückwürfe auf sieben Prozent des Fangs einigen. Das ist kaum zu kontrollieren. deh

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