NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EU will Handynutzer schonen

Brüssel - Die EU-Kommission fordert für Handynutzer in Deutschland geringere Kosten bei Anrufen in andere Netze als von der Bundesnetzagentur geplant. Die Kommission stoppte die Pläne der Bundesnetzagentur daher und will nun mit der Behörde über eine Lösung verhandeln. Die Bundesnetzagentur hatte im November Pläne veröffentlicht, nach denen ab dem 1. Dezember ein einheitliches Entgelt in Höhe von 1,85 Cent pro Minute berechnet werden darf. Diese Preissenkung geht der EU-Kommission aber nicht weit genug: Sie fordert Gebühren, die in etwa bei 1,0 Cent pro Minute liegen. AFP

Kartellamt dehnt Ermittlungen aus

Essen/Bonn - Wegen möglicher illegaler Preisabsprachen bei Stahllieferungen an die deutsche Automobilindustrie ermittelt das Bundeskartellamt nicht nur gegen den deutschen Stahlkonzern Thyssen-Krupp, sondern auch gegen die Hersteller Voestalpine und Arcelor-Mittal. Alle drei Unternehmen bestätigten entsprechende Durchsuchungen der Behörde. Die Ermittlungen gegen die drei Stahlunternehmen wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen könnten sich noch über Jahre hinziehen. Ein Ende des Verfahrens sei derzeit nicht absehbar, sagte ein Kartellamtssprecher am Freitag in Bonn. dpa

Arbeitslosenrekord in der Eurozone

Luxemburg/Brüssel - Die Krise hat die Arbeitslosigkeit in den 17 Euro-Ländern erneut auf einen Rekord getrieben. Im Januar waren im Euroraum knapp 19 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, so viele wie nie zuvor seit Einführung der Gemeinschaftswährung, meldete die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg. Dies entspricht einer Quote von 11,9 Prozent. Spanien und Griechenland melden die höchsten Arbeitslosenquoten. Deutschland gehört mit 5,3 Prozent zu den Ländern mit der niedrigsten Quote. dpa

Skandalbanker geht in Berufung

London - Der wegen milliardenschwerer Fehlspekulationen bei der Großbank UBS zu einer Haftstrafe verurteilte ehemalige Händler Kweku Adoboli hat das Urteil angefochten. Adoboli sei im Dezember in Berufung gegangen, teilte ein Sprecher der britischen Justizbehörden am Freitag in London mit. Derzeit prüfe ein Richter den Antrag, um zu entscheiden, ob sich ein Berufungsgericht damit befassen werde. Ein Gericht in London hatte Adoboli im November des Betrugs schuldig gesprochen und ihn zu sieben Jahren Haft verurteilt, die er zur Hälfte verbüßen muss. Er hatte der Schweizer Großbank durch Fehlspekulationen einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar eingebrockt. AFP

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