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Außenhandel startet stark

Wiesbaden - Deutschlands Exportwirtschaft setzt ihre Rekordjagd fort: Nach dem Dämpfer Ende 2012 führten die Unternehmen im Januar Waren im Wert von 88,6 Milliarden Euro aus – ein Plus von 3,1 Prozent zum Vorjahr. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Besonders außerhalb der Euro-Zone liefen die Geschäfte gut, aber selbst die kriselnden Euro-Partner kauften etwas mehr deutsche Waren als vor einem Jahr. Auch im Monatsvergleich von Dezember auf Januar zogen die Ausfuhren deutlich um 1,4 Prozent an und damit so kräftig wie seit August 2012 nicht mehr. Die Branche rechnet 2013 mit einem Exportplus von bis zu fünf Prozent. dpa



Flexstrom machte falsche Angaben

Berlin - Die renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner wehrt sich gegen die Darstellung des Billigstromanbieters Flexstrom, es gebe eine positiv verlaufende Buchprüfung (Due Diligence) von Rödl & Partner zu Flexstrom. Auf Anfrage des Handelsblattes sagte ein Sprecher der großen deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft: „Rödl&Partner stand niemals in einem Auftragsverhältnis zu Flexstrom. Unsere im Auftrag von dritter Seite durchgeführte Due Diligence wurde nicht zu Ende geführt. (...) Die Veröffentlichung oder Verbreitung solcher Berichte oder Auszüge daraus ohne unsere Legitimation ist rechtswidrig“. Flexstrom hatte zuvor behauptet, Rödl & Partner habe positive Aussagen zur Profitabilität des Stromdiscounters getroffen. Flexstrom steht in der Kritik. Obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben zweistellige Millionengewinne macht, melden sich immer wieder Kunden, deren Guthaben monatelang nicht ausgezahlt wird. HB

Siemens-Betriebsräte tagen in Berlin

Berlin - Am Montag kamen in Berlin mehr als 70 Siemens-Betriebsräte zusammen, um unter dem Namen „Siemens 2020“ eine Zukunftsvision für das Unternehmen zu entwickeln. Es soll ein Gegenentwurf zum Effizienzprogramm „Siemens 2014“ sein, mit dem der Vorstand in zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen und die Marge von 9,5 auf zwölf Prozent steigern will. „Es gibt Alternativen zu einem einseitig zeit- und margenorientierten Konzept, das Personalabbau und Druck auf die Beschäftigungsbedingungen zur Folge hat“, sagte Gesamtbetriebsratsvorsitzender Lothar Adler. Nach der Auftaktkonferenz in Berlin sollen sechs weitere Bezirkskonferenzen folgen. Im IG-Metall-Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen arbeiten rund 20 000 Siemens-Beschäftigte in 26 Betrieben. vis

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