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Mitarbeiter für Opel-Sanierung



Rüsselsheim - Der mühsam erzielte Kompromiss zur Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel hat am Freitag eine wichtige Hürde genommen: Die IG Metall-Mitglieder an den drei Opel-Standorten Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen haben den dazugehörigen Tarifvertrag mit großer Mehrheit angenommen, wie der Metall-Bezirk Mitte am Freitag mitteilte. Damit akzeptieren sie unter anderem, dass Tariferhöhungen weiter gestundet und übertarifliche Gehaltsanteile entfallen werden. Im Gegenzug verlängert die Adam Opel AG den Kündigungsschutz bis Ende 2016. dpaIG METALL]

Wieder Streiks an Flughäfen

Düsseldorf - Wegen eines Streiks der Kontrolleure an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn sind am Freitag mehr als 300 Flüge gestrichen worden. Zehntausende Passagiere waren erneut von Ausfällen, Verspätungen und langen Wartezeiten betroffen. Arbeitgeber und Gewerkschaft überzogen sich derweil mit Vorwürfen. Hintergrund des Arbeitskampfes sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 30 Prozent mehr Lohn. dpa

Allianz-Chef verdient ein Viertel mehr Frankfurt am Main - Die Finanz- und Schuldenkrise spielt im Geldbeutel der Allianz-Manager keine Rolle mehr: Vorstandschef Michael Diekmann verdiente 2012 insgesamt 6,62 Millionen Euro – das ist ein Viertel mehr als im Vorjahr und ein wenig mehr als in seinem bislang besten Jahr 2010, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht von Europas größtem Versicherer hervorgeht. Der gesamte Vorstand kassiert mit 44,7 Millionen Euro sogar gut 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Summe schließt Grundgehalt, kurz- und langfristige Boni sowie Pensionszusagen ein. Die Zahlen könnten die Debatte über hohe Managergehälter befeuern, die wenige Monate vor der Bundestagswahl auch in Deutschland immer intensiver geführt wird. rtr

Gericht will 67 Millionen für Lehman

Frankfurt am Main - Im Insolvenzverfahren um die deutsche Tochter der Pleitebank Lehman hat das Amtsgericht Frankfurt eine rekordverdächtige Gebührenrechnung gestellt. Vorläufig seien 67 Millionen Euro berechnet und vom Insolvenzverwalter bereits gezahlt worden, bestätigte am Freitag ein Justizsprecher einen Bericht des „Handelsblatts“. Im Handelsblatt hatte der Stuttgarter Insolvenzexperte Volker Grub eine Kappung der Gebühren bei 275 000 Euro verlangt. Dies sehe die Insolvenz-Gebührenordnung bei einem Streitwert ab 30 Millionen Euro vor. Grub unterstellte dem Insolvenzverwalter Michael Frege ein Eigeninteresse: „Hohe Gerichtskosten rechtfertigen auch eine hohe Insolvenzverwaltervergütung.“ dpa

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