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Deutsche Bank verdient weniger

Frankfurt am Main - Der ohnehin kleine Gewinn der Deutschen Bank fällt noch magerer aus. Der Grund: weitere Risiken aus Prozessen um US-Hypothekenkredite und -Wertpapiere, die das Institut vor Ausbruch der Finanzkrise 2008 verkauft hat. Dafür muss die Bank, wie sie am Mittwoch überraschend mitteilte, weitere 600 Millionen Euro zurückstellen. Dadurch schrumpft der Nettogewinn um 374 Millionen Euro auf nur noch 291 Millionen Euro. Das ist – abgesehen vom riesigen, durch die Finanzkrise bedingten Verlust von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2008 – der niedrigste Überschuss, den die Bank seit 15 Jahren erzielt hat. 2011 hatte das Institut noch einen Nettogewinn von 4,3 Milliarden Euro verbucht. Seit Ende Januar hätten sich neue Entwicklungen mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten in den USA ergeben, so dass für mögliche neue Risiken zusätzlich Geld zurückgelegt werden müsse, heißt es bei der Deutschen Bank. Es gehe dabei um US-Hypothekenkredite aus dem Altgeschäft. Details nannte die Bank nicht.ro

Müller verlässt Kodex-Kommission

Berlin - Die Regierungskommission für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) verliert ihren Vorsitzenden. Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank, gibt den Posten auf. In einem Brief an die Mitglieder der Kommission, der dem Tagesspiegel vorliegt, erklärt Müller, sein Rückzug sei bereits Ende 2012 mit dem Bundesjustizministerium vereinbart worden. Einen Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die Deckelung von Managerbezügen gebe es nicht, hieß es in Müllers Umfeld. Müller schreibt lediglich in einem „PS“: „Ich habe mich in den letzten Tagen in Berlin dafür eingesetzt, die Frage der Abstimmung über Vorstandsbezüge in Hauptversammlungen nicht per Gesetz zu regeln, sondern einer Kodex-Ergänzung anzuvertrauen.“ Der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Müller soll auf der Corporate-Governance-Konferenz am 12. und 13. Juni vorgestellt werden. mot

Durchsuchung bei IWF-Chefin

Paris - Ermittler haben die Pariser Privatwohnung der IWF-Chefin Christine Lagarde durchsucht. Anlass war nach Angaben ihres Anwalts ein im August 2011 eingeleitetes Ermittlungsverfahren der französischen Justiz. Der 57-Jährigen Lagarde wird Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Sie hatte in ihrer Zeit als französischer Wirtschaftsministerin (2007 bis 2011) eine gigantische Entschädigungszahlung in dreistelliger Millionenhöhe aus der Staatskasse an den Geschäftsmann Tapie ermöglicht, der zeitweise Haupteigner des Sportartikelherstellers Adidas gewesen war. Lagarde bestreitet allerdings jegliches Fehlverhalten. Ausgangspunkt der Entschädigungszahlung von 285 Millionen Euro plus Zinsen war der Verkauf von Adidas durch Tapie Anfang der 1990er Jahre. dpa

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