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Es gibt mehr als einen Goldhasen

Karlsruhe - Nicht nur die Schweizer Firma Lindt darf in Goldfolie eingewickelte Schokoladenhasen verkaufen. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mitteilte, wies er eine Beschwerde von Lindt gegen ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ab. Das Frankfurter Urteil ist damit rechtskräftig (Az: BGH I ZR 72/10). Lindt hatte seinen in Goldfolie eingewickelten sitzenden Goldhasen mit rotem Halsband, Schleife und Glöckchen 2000 in der EU und 2001 Deutschland als Marke eintragen lassen. Lindt verkauft Schokoladenhasen schon seit 1950. Seit den 90er Jahren aber werden die Hasen verschiedener Hersteller maschinell in Goldfolie gewickelt; um maschinentauglich zu sein, wurden sie sich deutlich ähnlicher als zuvor. Der Streit zwischen Lindt und der deutschen Firma Riegelein hatte sich unter anderem dadurch verzögert, dass ein Schokoladenhase aus den Gerichtsakten verschwunden war. Zuletzt hatte im Oktober 2011 das OLG Frankfurt die Gefahr einer Verwechslung des Lindt-Goldhasen und eines goldenen Riegelein-Hasen verneint. AFP

Opel lässt im Ruhrgebiet rapide nach

Berlin - Die anhaltende Diskussion um die Zukunft des Opel-Werks in Bochum schlägt offenbar besonders auf die Popularität der Marke im Ruhrgebiet durch. Nach Berechnungen des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hat sich der Marktanteil seit 2007 in der Stammregion von 15,1 auf 10,9 Prozent reduziert. Bundesweit ging er langsamer zurück, von 9,1 auf 6,9 Prozent. „Das Ruhrgebiet wendet sich stärker von Opel ab als der Rest der Republik“, konstatiert Dudenhöffer. Und trotz des Sponsorings des BVB Dortmund sinkt auch der Marktanteil in Dortmund weiter – 2012 betrug er 8,4 nach 10,9 Prozent im Vorjahr. Das Bochumer Werk mit 3200 Beschäftigten soll Ende 2014 dichtgemacht werden. mod

Deutsche Bank räumt Fehler ein

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank hat dem „Spiegel“ zufolge in der Affäre um den Handel mit CO2-Zertifikaten eigene Fehler festgestellt. Eine interne Untersuchung habe Versäumnisse der Rechtsabteilung ergeben, berichtete das Magazin am Freitag vorab. Daten seien teils automatisch gelöscht worden. Die Bank wolle nun ihre Abläufe überarbeiten. Personelle Konsequenzen auf der Führungsebene seien nicht geplant. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Zu den 25 Mitarbeitern, gegen die in der Affäre um Steuerbetrug im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten ermittelt wird, gehören auch Ko-Chef Jürgen Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause. Fitschen hat die Anschuldigungen zurückgewiesen. rtr

Telekom muss um US-Fusion bangen

New York/Frankfurt am Main - Für die Deutsche Telekom wird die geplante Fusion ihrer US-Tochter zur Zitterpartie: Immer mehr Aktionäre und Aktionärsberater wenden sich gegen die Fusion von T-Mobile USA und Metro-PCS. Am Freitag empfahl nach den Institutional Shareholder Services auch Glass Lewis als zweite Beratungsfirma den Metro-Aktionären, bei der Hauptversammlung am 12. April gegen den Plan zu stimmen. Beide Berater bemängelten, Metro-PCS werde zu niedrig bewertet. Der Rat dieser Firmen hat in den USA Gewicht – Aktionäre richten ihr Stimmverhalten daran aus. rtr

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