NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Verdi droht Lufthansa mit Streiks

Frankfurt am Main - Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa droht die Gewerkschaft Verdi mit neuen Warnstreiks. „Es ist davon auszugehen, dass es vor der dritten Verhandlungsrunde am 17. April noch einmal zu Warnstreiks kommt“, sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz. Im März hatten tausende Lufthanseaten, vor allem von Frankfurt am Main und Hamburg aus, große Teile des deutschen Luftverkehrs lahmgelegt. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für rund 33 000 Mitarbeiter. Verdi verlangt 5,2 Prozent mehr Geld und Kündigungsschutz im Rahmen des Sparprogramms „Score“, das den Abbau von 3500 Stellen vorsieht. dpa

EU billigt größten Verlag der Welt

Brüssel - Die EU-Kommission hat die Fusion der Bertelsmann-Tochter Random House mit der Buchsparte Penguin des britischen Rivalen Pearson ohne Auflagen genehmigt. Es bestünden keinerlei Bedenken gegen den geplanten Zusammenschluss, teilten die Wettbewerbshüter am Freitag in Brüssel mit. Mit der Fusion entsteht der weltgrößte Buchverlag. Die beiden Unternehmen wollen sich mit dem Schulterschluss gegen die wachsende Onlinekonkurrenz wappnen. Bertelsmann soll 53 Prozent halten, Pearson 47 Prozent. Der neue Verlag mit drei Milliarden Dollar Umsatz wird seinen Hauptsitz in New York haben. rtr

Industrieaufträge steigen kräftig

Berlin BAYWA AG]- Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland erholt sich vom schwachen Jahresauftakt: Im Februar erhielten die Industrieunternehmen bereinigt 2,3 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs von 1,1 Prozent erwartet. Die Nachfrage aus dem Ausland legte um 2,3 Prozent zu und konnte den Rücksetzer im Vormonat damit weitgehend wieder gutmachen. Auch aus dem Inland kamen mit einem Plus von 2,2 Prozent deutlich mehr Aufträge. dpa

EU-Krisenländer locken Investoren

Berlin - Die südeuropäischen Krisenländer der EU sind laut einer Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) als Investitionsstandort für deutsche Betriebe attraktiver geworden. Grund seien vor allem Kostenersparnisse. Der Studie zufolge nennen 18 Prozent jener Firmen, die 2013 in den „alten“ EU-Staaten vor der Osterweiterung investieren wollen, geringere Kosten als maßgeblich – fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Für die Untersuchung wurden rund 2500 weltweit tätige deutsche Unternehmen befragt. Mit Blick auf das gesamte Ausland steigen diese an: 2012 planten 44 Prozent der Betriebe den Schritt ins Ausland, 2013 tun dies 46 Prozent – laut DIHK ein Rekordwert. dpa

Lagardère will EADS-Anteil verkaufen

Paris - Der französische Lagardère-Konzern will sich bis Ende Juli von seinen Anteilen am europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS trennen. Die Aktien, die 7,5 Prozent der EADS-Anteile ausmachen, sollten bis 31. Juli veräußert werden, erklärte der Medienkonzern am Freitag in Paris. Möglich sei, dass die Aktien von EADS selbst aufgekauft würden. Der Wert der von Lagardère gehaltenen EADS-Anteile wird auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt. Daimler hatte sich bereits im Dezember von der Hälfte seiner Anteile getrennt und hält derzeit noch 7,5 Prozent. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar