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Deutsche misstrauen dem Sparbuch

Düsseldorf - Angesichts der Zypern-Rettung verlieren die Deutschen einer Umfrage zufolge das Vertrauen in das Sparbuch. Weniger als jeder Dritte halte es noch für eine verlässliche Geldanlage, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Handelsblatts“ vom Freitag. Demnach glauben 59 Prozent der Befragten nicht mehr, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr Versprechen, deutsche Spareinlagen seien sicher, halten könne. Vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen sei die Verunsicherung groß. Von ihnen misstrauten sogar 65 Prozent dem Wort der Kanzlerin. Und 75 Prozent der Deutschen seien der Ansicht, dass die Banken die Spareinlagen ihrer Kunden nicht fair verzinsten. AFP

BAYWA AG]Bauarbeiter erhalten mehr Lohn

Frankfurt am Main - Die 750 000 Beschäftigten am Bau bekommen ab Mai mehr Geld: Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG Bau haben sich am Freitag nach einer nächtlichen Marathonsitzung auf einen neuen Tarifabschluss und eine langsame Angleichung der Löhne in Ost und West geeinigt. Die westdeutschen Bauarbeiter erhielten 3,2 Prozent mehr Lohn und ihre Kollegen in den neuen Ländern vier Prozent, teilten der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und die IG Bau nach der dritten Verhandlungsrunde in Frankfurt mit. Nach Gewerkschaftsangaben haben die Arbeiter damit im Schnitt 80 Euro mehr in der Tasche. rtr



Bankenaufsicht droht Verspätung

Berlin - Die Europäische Zentralbank (EZB) befürchtet, dass die unter ihrer Ägide neu geschaffene Bankenaufsicht nicht wie erhofft im Frühjahr 2014 an den Start gehen kann. Da eine im März von Europäischem Parlament, EU-Kommission und Europäischem Rat geschlossene vorläufige Vereinbarung nachverhandelt werde, könnten Verzögerungen nicht ausgeschlossen werden, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch am Freitag laut Redetext in Berlin. „Dies bedeutet, dass der planmäßige Beginn des Betriebs des einheitlichen Aufsichtsmechanismus Mitte 2014 gefährdet ist.“ rtr



Hollande greift bei Börsenfusion ein

Paris/Frankfurt am Main - Die französische Regierung schaltet sich offenbar in den Poker um die europäische Mehrländerbörse Euronext ein. Sie dränge heimische Banken und Versicherungen dazu, gemeinsam mindestens 34 Prozent des Börsenbetreibers zu übernehmen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag. Präsident Francois Hollande wolle so verhindern, dass die Kontrolle des Konzerns ins Ausland verlagert werde. Euronext betreibt die Aktienmärkte in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon. rtr

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