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Aktionäre lehnen Top-Gehälter ab

Zürich - In der Schweiz haben sich erstmals Aktionäre eines Großunternehmens gegen die hohen Löhne der Top-Manager ausgesprochen. Fast zwei Drittel der Eigentümer von Julius Bär stimmten am Mittwoch auf der Generalversammlung gegen den Vergütungsbericht der Privatbank. Unmittelbare Folgen hat das nicht: Das Votum ist nicht bindend, die Manager haben die Millionen bereits kassiert. Top-Verdiener ist Konzernchef Boris Collardi. Mit einer Gesamtvergütung von 6,7 Millionen Franken (5,5 Millionen Euro) war Collardi 2012 die Nummer elf auf der Liste der am besten bezahlten Schweizer Firmenchefs. Die Schlappe für das Bär-Management ist Ausdruck des wachsenden Widerstandes gegen zu großzügige Managergehälter. rtr

Deutschland liegt bei Hightech vorn

Berlin - Im Handel mit Hightech-Produkten ist Deutschland nach Angaben der Bundesregierung weltweit die Nummer eins. Mit einem Anteil von 12,1 Prozent am Welthandel mit forschungs- und entwicklungsintensiven Waren nahm Deutschland 2011 vor China (12,0 Prozent) und den USA (9,8 Prozent) den ersten Platz ein, wie aus der vom Bundesforschungsministerium vorgelegten Bilanz der Hightech-Strategie hervorgeht. Auch bei den Patentanmeldungen liegt Deutschland in der Weltspitze. Beinahe 14 Prozent der transnationalen Patente im Bereich der Hochtechnologie stammten aus Deutschland, hieß es. AFP

Europas Banken fehlt Geld

Frankfurt am Main - Die Banken in der Euro-Zone stehen einer Studie zufolge vor einem Dilemma: Zwischen Kreditzusagen und den eigenen Einlagen klafft derzeit eine Lücke von mehr als einer Billion Euro, wie die Beratungsgesellschaft McKinsey am Mittwoch mitteilte. Inklusive der geplanten neuen Regeln für Banken belaufe sich der Fehlbetrag sogar auf 1,2 Billionen Euro und könne angesichts der schwachen Wirtschaftsaussichten bis 2018 um weitere 200 Milliarden wachsen. Während die Probleme in Südeuropa besonders groß sind, haben deutsche Institute wegen der hohen Spareinlagen einen Liquiditätsüberschuss von 17 Milliarden Euro. dpa

Ermittlungen gegen Stahl-Kartell

Düsseldorf - Ermittlungen über ein mögliches Autostahl-Kartell könnten für die betroffenen Stahlkonzerne teure Folgen haben. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Durch das Kartell habe die deutsche Autoindustrie möglicherweise seit mehr als einem Jahrzehnt zu viel beim Stahleinkauf bezahlt. Neben den Schadenersatzforderungen drohten auch Bußgelder. Insidern zufolge habe es Absprachen zwischen Mitarbeitern der Konzerne Thyssen-Krupp, Voestalpine und Arcelor-Mittal bereits seit 1998 gegeben. dpa

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