NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Jeder Fünfte wünscht sich beruflichen Neustart



Schriftsteller statt Bankkaufmann oder Facility-Manager statt Florist: Beruflich noch einmal ganz von vorne anzufangen - rund jeder fünfte Berufstätige findet das attraktiv (22 Prozent). Das hat eine repräsentative TNS-Infratest-Umfrage ergeben. Die Mehrheit würde denselben Weg dagegen noch einmal einschlagen. Die Zufriedenheit mit dem Beruf deckt sich jedoch nicht mit der Arbeitsstelle: Rund jeder Zweite (55 Prozent) hat schon mindestens einmal den Arbeitgeber gewechselt. dpa

Die meisten arbeiten mit

privaten Computern und Handys

Viele Berufstätigen in Deutschland arbeiten nicht nur mit den Computern und Handys des Arbeitgebers. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris nutzen knapp drei Viertel der Teilnehmer (71 Prozent) im Job private Geräte wie Notebooks oder Mobiltelefone. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) hat mit eigener Hardware Zugriff auf das Netzwerk seines Arbeitgebers. Am häufigsten kommen bei der Arbeit private Notebooks (35 Prozent) und Desktop-Rechner (32 Prozent) zum Einsatz. Tablets verwendet nur eine kleine Minderheit (8 Prozent) der Befragten, auch Smartphones nutzt nur etwa einer von fünf Erwerbstätigen (19 Prozent). Etwa jeder Dritte (31 Prozent) hat noch ein klassisches Handy für die Arbeit, das er selbst gekauft hat. Auftraggeber der Umfrage war der IT-Verband Bitkom. dpa

Urteil: Betriebsrat muss

neuen Teilzeitjobs zustimmen

Will ein Arbeitgeber neue Arbeitsplätze ausschließlich als Teilzeitstellen schaffen, kann der Betriebsrat das ablehnen. Denn das nehme bereits in Teilzeit arbeitenden Angestellten die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit zu verlängern. Das hat das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg entschieden (Az.: 6 TaBV 9/12). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin. In dem konkreten Fall wollte ein Logistikunternehmen neue Arbeitnehmer einstellen. Sie sollten aber nur in Teilzeit in einer Schicht mit einer Wochenarbeitszeit von 17 Stunden beschäftigt werden. Arbeitszeiterhöhungen auf zwei Schichten mit 34 Stunden pro Woche lehnte der Arbeitgeber grundsätzlich ab. Der Betriebsrat verweigerte daraufhin in mehr als hundert Fällen seine Zustimmung zur Einstellung von neuen Arbeitnehmern. Er sah darin eine Benachteiligung der aufstockungswilligen Angestellten. Das Gericht gab dem Betriebsrat Recht: Eine solche Organisationsentscheidung des Arbeitgebers müsse sachlich gerechtfertigt sein. Dies sei hier jedoch nicht der Fall. Vielmehr unterlaufe der Arbeitgeber den Anspruch von teilzeitbeschäftigten Angestellten, die Arbeitszeit verlängern zu können, wenn neue Stellen zu vergeben sind. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben