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Portugal droht neues Milliardenloch

Lissabon - In Portugal hat die Regierung bei öffentlichen Verkehrsunternehmen „hochspekulative“ Verträge entdeckt, die ein neues Loch in den Haushalt des ohnehin klammen Staates reißen könnten. Die Verträge könnten zu einem Verlust von „drei Milliarden Euro“ führen, erklärte das Finanzministerium in Lissabon am Dienstag. Der von Brüssel verordnete Schuldenabbau könnte für das Land, das seit zwei Jahren auf die Unterstützung der Euro-Partner angewiesen ist, damit noch schwieriger werden. Die Zeitung „Publico“ berichtete, die eigentlich zur Absicherung gegen Zinsschwankungen gedachten Finanzpapiere hätten die Zinsen für die öffentlichen Unternehmen um 20 Prozent in die Höhe getrieben. AFP

Autozulieferer gut in Form

München - Die deutsche Automobilindustrie ist so wettbewerbsfähig wie nie. Im vergangenen Jahr konnten die 23 umsatzstärksten deutschen Automobilzulieferer ihren Branchenumsatz um 4,3 Prozent auf 158,4 Milliarden Euro steigern, wie Berylls Strategy Advisors am Dienstag bei der Vorlage einer Untersuchung der 100 weltweit größten Automobilzulieferer mitteilte. 2012 sei mit einem Umsatz von 665 Milliarden Euro weltweit ein weiteres Rekordjahr für die Top 100 der Branche gewesen.dpa

Schwule sind im Urlaub spendabler Berlin - Schwule und lesbische Touristen kurbeln die internationale Reiseindustrie an. Das zeigt eine am Dienstag von der ITB in Berlin veröffentlichte Umfrage unter rund 5700 Menschen in den USA. Homosexuelle Hotelgäste geben im Urlaub demnach durchschnittlich 57 Prozent mehr Geld aus als heterosexuelle Reisende. Freundlichkeit und Akzeptanz gegenüber schwulen und lesbischen Gästen ist dabei ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für das Reiseziel. Für 40 Prozent der Befragten zählt dies zu den wichtigsten Beweggründen. AFP

Deutschland lockt Investoren

Frankfurt am Main - Das Interesse ausländischer Investoren an deutschen Industrieunternehmen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Käufer aus dem Ausland beteiligten sich 2012 an 113 Firmen hierzulande, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) hervorgeht. Ein Jahr zuvor gab es 100 derartige Deals, 2010 nur rund 90. Der Trend dürfte sich nach Einschätzung von PwC in den kommenden Jahren fortsetzen. „Viele deutsche Unternehmen wachsen dank ihrer Exportstärke auch in konjunkturell schwierigen Zeiten“, erklärte PwC-Partner Christian Knechtel. Damit seien sie ein attraktives Ziel. dpa

Stiftung Warentest will mehr Geld

Berlin - Die Stiftung Warentest nimmt künftig Geld für die Nutzung ihres Testsiegels. Unternehmen, die das Logo für Werbezwecke einsetzen, müssten ab dem 1. Juli zwischen 7000 und 25 000 Euro Lizenzgebühren zahlen, sagte eine Stiftungs-Sprecherin am Dienstag und bestätigte einen Bericht des „Handelsblatts“. Es habe immer wieder Fälle von irreführender oder unlauterer Werbung gegeben, weil das Produkt nach einem Test verändert wurde. Mit den Gebühren wolle die Stiftung erreichen, dass sich Kunden zu 100 Prozent auf das Testurteil verlassen können, sagte die Sprecherin. Bisher zahlen Firmen, die mit dem Testsiegel werben, eine Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. dpa

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