NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Abgehoben. Start der Boeing 787 der Airline Ethiopian in Addis Abeba. Foto: Reuters
Abgehoben. Start der Boeing 787 der Airline Ethiopian in Addis Abeba. Foto: ReutersFoto: REUTERS

IG Metall und Verdi drohen mit Streik



Frankfurt am Main - Deutschland steht womöglich vor einer neuen Streikwoche. In zahlreichen Betrieben und Branchen wollen die Gewerkschaften mit Arbeitsniederlegungen Druck auf die Arbeitgeber machen. Die IG Metall hat bereits Warnstreiks ab dem 2. Mai angekündigt. Den 1. Mai will die Gewerkschaft nutzen, um ihre Position in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Streiks sollen der Forderung nach 5,5 Prozent mehr Lohn Nachdruck verleihen, hieß es. Während die IG Metall unter anderem die Autohersteller Daimler und BMW ins Visier nimmt, drohte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit Streiks beim Internet-Händler Amazon. Dort läuft eine Urabstimmung der Verdi-Mitglieder. Auch bei der Lufthansa könnte es erneut zu Arbeitsniederlegungen kommen. rtr

VW prüft Trennung von Leiharbeitern

Frankfurt am Main - Volkswagen wird trotz der Autokrise in Europa keine Werke auf dem Kontinent schließen. „Wir werden aus Europa keine Kapazitäten abziehen“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn dem ORF-Fernsehen. Er halte auch am Stammpersonal fest. Allerdings: „Über die Leihkräfte werden wir nachdenken müssen“, sagte der bestbezahlte Manager Deutschlands. rtr

Boeings Dreamliner fliegt wieder

Addis Abeba - Nach einer dreimonatigen Sperre wegen Problemen mit dem Batteriesystem ist am Sonnabend erstmals wieder ein Dreamliner des US-Flugzeugbauers Boeing zu einem kommerziellen Flug gestartet. Die Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hob am Morgen vom Airport der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in Richtung Nairobi ab. Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA hatte Mitte Januar nach einer Pannenserie ein weltweites Flugverbot für die Dreamliner verhängt, weil die eingebauten Lithium-Ionen-Batterien überhitzen können. Vergangene Woche akzeptierte die FAA nach einer Reihe von Testflügen den Plan für ein modifiziertes Batteriesystem bei der Boeing 787. AFP

USA werfen Novartis Bestechung vor

New York - Die US-Regierung beschuldigt den Pharmakonzern Novartis der Bestechung von öffentlich bezahlten Ärzten. In einer am Freitag vor einem Gericht in New York eingereichten Klage gegen die US-Tochter Novartis Pharmaceuticals des Schweizer Unternehmens wirft das Justizministerium dem Konzern vor, Mediziner für die Verschreibung bestimmter Medikamente belohnt zu haben. So sollen die Ärzte zu „tausenden“ sogenannter Fortbildungen eingeladen worden sein, bei denen es sich etwa um teure Abendessen oder Angelausflüge gehandelt habe. Am Dienstag hatte die US-Regierung eine Klage gegen Novartis wegen der angeblichen Bestechung von Apotheken eingereicht. Novartis wies sämtliche Vorwürfe zurück. AFP

Eon fordert Reform des CO2-Handels Berlin - Eon-Chef Johannes Teyssen eine neue Klimaschutz-Initiative. Ohne strengere Klimaziele drohe eine Dekade des Stillstands im Kampf gegen die Erderwärmung, sagte Teyssen der „SZ“. „Der europäische Emissionshandel ist ein todkranker Patient. Entweder therapieren wir ihn jetzt schnell, oder er stirbt“, warnte er. „Und das hätte nicht nur für den Klimaschutz kaum absehbare negative Folgen.“ Mitte April hatte das EU-Parlament dem Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten einen schweren Schlag versetzt. Die Abgeordneten stimmten überraschend gegen den zeitweisen Entzug von Verschmutzungsrechten aus dem Markt. So sollten die stark gesunkenen Preise für CO2-Zertifikate wieder nach oben getrieben werden und Unternehmen zu klimafreundlichen Investitionen bringen. rtr

Facebook legt Chef-Gehalt offen

Washington - Der Chef des sozialen Onlinenetzwerks Facebook, Mark Zuckerberg, hat von seinem Unternehmen im vergangenen Jahr knapp zwei Millionen Dollar (gut 1,5 Millionen Euro) bezogen. Wie aus am Freitag veröffentlichten Dokumenten des US-Unternehmens hervorging, belief sich das Grundgehalt des 28-Jährigen auf 503 205 Dollar und stieg damit um etwa vier Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. AFP

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