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Azubi plündert Bankkonten

Mannheim - Ein ehemaliger Auszubildender der Commerzbank hat vor Gericht die Unterschlagung von Kundengeldern eingeräumt. Er habe keine Hemmungen gehabt, weil alles virtuell abgelaufen sei, sagte der 24-Jährige vor dem Landgericht Mannheim. Er gestand, gemeinsam mit Komplizen Computer in Bankfilialen so manipuliert zu haben, dass er Kundendaten abgreifen und ändern konnte. Über die Mitarbeiterzugänge von Kollegen habe er sich Zugang zu Kundengeldern in Höhe von rund 340 000 Euro verschafft. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet unter anderem auf gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrug. Dem 24-Jährigen droht bei einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe. dpa

Kleinsparer müssen weiter bangen

Brüssel - Eine Beteiligung von Kleinsparern an der Rettung maroder Banken ist in der EU noch nicht endgültig vom Tisch. Bei einem Treffen der EU-Finanzminister in der kommenden Woche will die irische Ratspräsidentschaft laut Diplomaten zwar die Ausnahme von Guthaben unter 100 000 Euro vorschlagen. Dies werde vermutlich auch akzeptiert, sagten EU-Diplomaten am Montag in Brüssel. „Manche Staaten wollen aber die Einbeziehung von geschützten Einlagen nicht ausschließen“, hieß es weiter. EU-weit müssen 100 000 Euro Guthaben über Systeme der Einlagensicherung abgedeckt sein. Diese müsste in einem solchen Fall gegebenenfalls einspringen. dpa

Schäuble erwartet geringe Ausfälle

Berlin - Das Bundesfinanzministerium rechnet nach einem Medienbericht in diesem Jahr nur mit leichten Rückgängen bei den Steuereinnahmen des Staates in Folge der schwächeren Wirtschaft. Die konjunkturell bedingten Mindereinnahmen allein summierten sich 2013 auf 1,5 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf die Vorlage des Bundesfinanzministeriums für die Steuerschätzung, die am Montag in Weimar begann. Zu weiteren Ausfällen kommt es allerdings durch Steuerrechtsänderungen, die bei der neuen Einnahmeprognose erstmals Berücksichtigung finden. dpa

Thyssen will Gleistechnik verkaufen

Essen - Der Thyssen-Krupp-Konzern will sich von seinem Bereich Gleistechnik trennen, der in das sogenannte Schienenkartell verwickelt ist. Der Geschäftsbereich Gleis- und Bautechnik mit einem Umsatz von zusammen etwa 400 Millionen Euro solle verkauft werden, teilte Thyssen-Krupp am Montag mit. Angesichts begrenzter Wachstumsperspektiven im deutschen Markt und eines verstärkten Kostendrucks, gebe es für beide Aktivitäten bessere Entwicklungschancen außerhalb des Konzerns. Die an dem Kartell beteiligten Firmen hatten illegal Quoten und Preise für Schienenlieferungen an die Bahn abgesprochen. dpa

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