NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mehr Aufträge für die Industrie

Berlin - Die deutsche Industrie hat erneut einen deutlichen Auftragszuwachs verbuchen können. Die Neuaufträge stiegen von Februar auf März um 2,2 Prozent, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Der gute Vormonatswert wurde leicht um 0,1 Punkte auf nunmehr 2,2 Prozent nach unten korrigiert. Im Jahresvergleich sanken die Auftragseingänge im März leicht um 0,4 Prozent. Gestützt wurde die Entwicklung laut Ministerium von Großaufträgen, die überdurchschnittlich ausgefallen seien. Die Auslandsnachfrage nahm mit 2,7 Prozent stärker als die Binnennachfrage zu. „Die deutsche Industrie scheint ihre Schwächephase bei der Bestelltätigkeit allmählich zu überwinden“, kommentierte das Ministerium die Zahlen. dpa

Marokko errichtet Solarkraftwerk

Berlin - Am 10. Mai beginnt der Bau des ersten solarthermischen Kraftwerks Marokkos in Ouarzazate. Die KfW Entwicklungsbank finanziert das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit insgesamt 115 Millionen Euro. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 700 Millionen Euro. Ouarzazate I mit einer Leistung von 160 Megawatt Energie und drei Stunden Speicherkapazität ist für den einheimischen Bedarf ausgelegt, soll Ende 2015 in Betrieb gehen und Strom für rund 530 000 Menschen liefern. Es ist die erste von insgesamt drei Stufen von dann insgesamt 500 Megawatt Energie. R. B.

Portugal platziert Anleihe

Lissabon - Das Euro-Krisenland Portugal hat erstmals seit der Inanspruchnahme internationaler Finanzhilfe vor zwei Jahren wieder zehnjährige Staatsanleihen platziert. Mit gut neun Milliarden Euro habe die Nachfrage das Angebot um mehr als das Dreifache übertroffen, sagte Finanzminister Vítor Gaspar. Wie aus Regierungskreisen in Lissabon verlautete, haben die Anleihen eine Laufzeit bis Februar 2024. Laut der Wirtschaftszeitung Jornal de Negocios wurden Anleihen im Wert von drei Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 5,6 Prozent verkauft. dpa

Azevêdo soll WTO-Chef werden

Genf - Der Brasilianer Roberto Azevêdo wird nach Angaben von Diplomaten in Genf neuer Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO). Azevêdo habe eine klare Mehrheit der 159 WTO-Mitgliedstaaten für sich gewinnen können, hieß es am Dienstag nach einem Treffen des zuständigen WTO-Ausschusses. Der 55-jährige bisherige WTO-Botschafter Brasiliens setzte sich demnach gegen Mexikos Kandidaten Herminio Blanco (62) durch, der von den USA und der EU unterstützt worden war. Mit der offiziellen Bekanntgabe des Auswahlergebnisses wird am Mittwoch gerechnet. dpa

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