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Obermann verteidigt Drossel-Pläne



Bonn - Telekom-Chef René Obermann hat die geplante Tempo-Bremse für Internet-Vielnutzer verteidigt. „Bisher zahlen die Intensivnutzer genauso viel wie die Wenignutzer. Wir finden es fairer, wenn die, die das Netz ganz besonders viel nutzen, auch etwas mehr zahlen“, sagte Obermann der „Welt am Sonntag“. Der deutsche Telekommunikationsmarkt habe in den vergangenen sieben Jahren einen Umsatzrückgang von neun Milliarden Euro verkraften müssen. Gleichzeitig wolle die Telekom in den nächsten Jahren rund sechs Milliarden Euro in den Festnetzausbau investieren. dpa

Bilfinger will mehr Frauen als Chefs

Mannheim - Der Chef des Dienstleistungskonzerns Bilfinger, Roland Koch, will mehr Frauen in Führungspositionen bringen. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis 2020 zwischen 15 und 20 Prozent der Führungsfunktionen mit Frauen besetzt zu haben“, sagte er der „Wirtschaftswoche“. Derzeit liege der Anteil bei 6,8 Prozent. Der Konzern wolle sich an der Selbstverpflichtung der Dax-Unternehmen von 2011 orientieren. Demnach lägen auch andere Unternehmen, insbesondere aus dem technischen Bereich, in dieser Größenordnung. Eine gesetzlich fixierte Frauenquote lehnte Koch ab. dpa

BILFINGER SE]Airbus vor Großauftrag aus Kuwait

Kuwait - Der Flugzeugbauer Airbus darf auf einen Milliardenauftrag aus Kuwait hoffen. Die staatliche Fluggesellschaft Kuwait Airways wolle Maschinen für rund 2,3 Milliarden Euro kaufen und leasen, berichtete die Zeitung „Al-Watan“. Das Blatt berief sich auf Insider, die den Entscheidern nahestünden. Der Auftrag, der „sehr bald“ unterzeichnet werde, umfasse 25 Airbus-Maschinen. 13 weitere sollten geleast werden. Weder Kuwait Airways noch die EADS-Tochter Airbus waren für Stellungnahmen erreichbar. rtr

Warnung vor EU-Einlagensicherung

Berlin - Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind strikt gegen eine gemeinsame Einlagensicherung für Sparguthaben auf EU-Ebene. „Die Sicherungssysteme der deutschen Sparer sind nicht verhandelbar“, erklärten die Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, sowie des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, am Sonntag. Eine zentrale europäische Einlagensicherung würde Schäden aus besonders risikoreichen Geschäften europäischer Groß- und Investmentbanken deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken und damit letztlich deren Kunden auferlegen. dpa

Soros traut Italien nicht

Rom - US-Starinvestor George Soros hat sich skeptisch über die Aussichten für Italiens Kreditzinsen an den internationalen Finanzmärkten geäußert. Solange die fundamentalen Probleme in der Euro-Zone weiter bestünden, werde die derzeitige Entspannung nicht lange anhalten, wurde Soros am Sonntag von der Zeitung „La Stampa“ zitiert. Gestützt durch Garantien der Europäischen Zentralbank und die Geldschwemme aus Japan sind die Zinskosten für Italien in jüngster Vergangenheit deutlich gesunken. rtr

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