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Urteil: Krankheit durch Impfung kann als Arbeitsunfall gelten



Eine Erkrankung nach einer Impfung kann als Arbeitsunfall anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber sie wegen der besonderen Gefährdung der Mitarbeiter empfohlen hat. Das geht aus einer Entscheidung des Sozialgerichts Mainz hervor. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins hin (Az.: S 10 U 48/11). In dem Fall ging es um eine Kinderkrankenschwester in einem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Sie hatte sich auf Anraten ihres Arbeitgebers in der Klinik gegen das Schweinegrippevirus H1N1 impfen lassen, an dem 2009 weltweit viele Menschen erkrankten. Die Frau bekommt inzwischen eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, weil sie nach der Impfung schwer krank wurde. Die Unfallkasse wollte keinen Arbeitsunfall anerkennen, weil die Immunisierung nicht verpflichtend gewesen sei. Die Richter sahen das anders. Die Krankenschwester sei wegen ihrer Arbeit durch das Virus stark gefährdet gewesen. Die Ständige Impfkommission habe die Impfung vor allem Beschäftigten im Gesundheitsdienst angeraten. Und die Klinik habe aktiv Werbung dafür gemacht, um sicherzustellen, dass kein Mitarbeiter wegen der Schweinegrippe ausfällt und der Klinikbetrieb nicht eingeschränkt werden muss. dpa

Weiterbildung: Immer mehr Firmen fördern ihre Mitarbeiter

Dass Mitarbeiter sich heute ständig weiterbilden müssen, haben Unternehmen offenbar zunehmend erkannt. So finanzierten 72 Prozent der Firmen ihren Beschäftigten 2011 die Teilnahme an Weiterbildungen oder stellten sie für diese Zeit zumindest von der Arbeit frei. Das zeigt eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Damit ist der Anteil seit dem Vorjahr deutlich gestiegen: Damals boten das nur 57 Prozent der Firmen an. Allerdings war der Weiterbildungsbegriff weit gefasst. So wurden neben Kursen zum Beispiel auch Informationsveranstaltungen mitgezählt. Thematisch ging es 97 Prozent der Unternehmen darum, Kenntnisse der Mitarbeiter auf den aktuellen Stand zu bringen. 80 Prozent wollten außerdem fördern, dass angestellte Mitarbeiter eigenverantwortlich arbeiten. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest befragte 2000 Betriebe. dpa

Neue Ausbildungsordnung für Pflanzentechnologen

Landwirtschaftlich-technische Laboranten heißen ab August Pflanzentechnologen. Gleichzeitig ändert sich auch die Ausbildungsordnung, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit. Neu auf dem Lehrplan stehen Themen wie Studiendesign oder Qualitätssicherungssysteme. Die Fachkräfte züchten Nutzpflanzen wie Zuckerrüben, Mais oder Kartoffeln. Wer sich für die dreijährige Ausbildung interessiert, braucht mindestens einen Hauptschulabschluss. Er sollte außerdem Interesse für Mathe und Biologie mitbringen. dpaINFOS BIBB]

Steigendes Azubi-Gehalt bei Rechtsanwaltsfachangestellten

Die Rechtsanwaltskammer Berlin hat die Mindestsätze bei der Vergütung der Auszubildenden im Beruf der Rechtsanwaltsfachangestellten und der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten deutlich angehoben. Sie steigen zum 1. Juli 2013 im Durchschnitt um mehr als 20 Prozent. Damit soll auf die sinkende Zahl von Ausbildungsverhältnissen reagiert werden. In den letzten zehn Jahren haben sich die Ausbildungszahlen nahezu halbiert. Tsp

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