NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Neue Leitlinien für Großprojekte

Berlin - Der Bundesrechnungshof überarbeitet einem Medienbericht zufolge seine Leitlinien für die wirtschaftliche Prüfung öffentlicher Großprojekte. Das Magazin „Focus“ berichtete am Samstag vorab, Hintergrund seien erhebliche Mängel bei solchen Vorhaben. Bei der Kontrolle von 40 000 Maßnahmen hätten die Rechnungsprüfer festgestellt, dass in fast 85 Prozent der Fälle die gesetzlich vorgeschriebene Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht stattgefunden habe. Ein Sprecher der Behörde sagte dem Magazin, deshalb würden die Empfehlungen an alle Bundesbehörden überarbeitet. Als Beispiel für Fehlplanung gilt der Bau des Berliner Großflughafens BER. Bei jedem öffentlichen Projekt muss vor Baubeginn geprüft werden, ob es sich wirtschaftlich realisieren lässt. Der Rechnungshof-Sprecher sagte: „Wir müssen aber feststellen, dass die vorgeschriebene Wirtschaftlichkeitsprüfung bei vielen Projekten einfach ausfällt.“ rtr

Versicherer gehen nach China

München/Düsseldorf - Die deutschen Versicherungskonzerne Allianz und Ergo weiten ihre Geschäfte in China aus. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ will die Münchner Allianz in den Verkauf von Krankenversicherungen einsteigen. Dazu habe sie sich mit Chinas drittgrößter Versicherungsgesellschaft CPIC zusammengetan. Die Allianz verkauft bereits seit 14 Jahren Lebensversicherungen in China. In dieses Geschäft will laut dem Bericht nun auch der Düsseldorfer Versicherer Ergo einsteigen. Mit einem chinesischen Unternehmen als Partner will der Konzern demnach einen Vertrieb mit 1000 Vertretern aufbauen. In drei Jahren wolle Ergo dann über eine weitere Expansion entscheiden. dpa

News Corp schreibt Milliarden ab

New York - Der Medienkonzern News Corp des Milliardärs Rupert Murdoch kann das laufende Quartal abschreiben. Wegen einer Wertberichtigung von bis zu 1,4 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) wird für den Mehrheitseigner des deutschen Bezahlsenders Sky voraussichtlich nicht viel Gewinn übrig bleiben. Im Zuge der Trennung des Zeitungsgeschäfts von der Unterhaltungssparte würden hohe Abschreibungen vorgenommen, teilte das Unternehmen am Freitagabend mit. Vor allem der Wert der australischen Publikationen werde reduziert, aber auch bei den amerikanischen Aktivitäten werde neu bilanziert. News Corp betreibt in Australien 140 Zeitungen. In den USA gehören Publikationen wie die „New York Post“ oder das „Wall Street Journal“ zum Murdoch-Imperium. rtr

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