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Burger King entmachtet Betriebsräte

Nürnberg - Bei Burger King droht nach Gewerkschaftsangaben eine Zerschlagung vieler Betriebsräte. Nach der Übernahme von 91 Filialen durch die Firma Yi-Ko aus Stade seien sämtliche Betriebsvereinbarungen vom neuen Franchise-Nehmer gekündigt worden, berichtete die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) am Montag. Sie wirft Yi-Ko unter anderem Dumpinglöhne und schlechtere Arbeitsbedingungen vor. Gewerkschaftssekretär Jan Körper kündigte massiven Widerstand der NGG an. Bei Yi-Ko war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. dpa

Kartellamt: Feuermelder im Visier

Bonn - Übertragungsanlagen für Feueralarm in städtischen Gebäuden müssen künftig offener ausgeschrieben werden. Das hat das Bundeskartellamt in einem Musterverfahren für die Stadt Düsseldorf und das von ihr beauftragte Unternehmen Siemens gefordert. Die Konzessionsverträge müssten nicht nur dem jeweiligen Gewinner von Ausschreibungen, sondern auch Dritten die Möglichkeit eröffnen, in dem jeweiligen Gebiet tätig zu werden, verlangte die Aufsichtsbehörde. Es habe in der Vergangenheit bundesweit zahlreiche Beschwerden wegen fehlender Ausschreibungen, Exklusivitätsrechten beauftragter Unternehmen oder langer Vertragslaufzeiten von zehn Jahren und mehr gegeben, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Die Branche kommt laut Kartellamt auf einen Umsatz von 100 bis 150 Millionen Euro jährlich. dpa

Sixt verdient weniger

München - Deutschlands größter Autovermieter Sixt hat im ersten Quartal weniger Geld verdient. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn des Konzerns zwischen Januar und März um fast 14 Prozent auf 15,4 Millionen Euro. Der Umsatz ging hingegen weniger stark um 3,1 Prozent auf gut 369 Millionen Euro zurück, wie Sixt am Montag in München mitteilte. Vor allem der Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge brachte weniger Geld in die Kasse als im Vorjahr. Auch die schwierige Wirtschaftslage in Europa habe auf die Bilanz gedrückt, wenn auch weniger stark als befürchtet. „Sixt hat sich im ersten Quartal gut geschlagen“, sagte Firmenchef Erich Sixt. dpa

Berlin lockt junge Akademiker

Berlin - Laut einer Studie gelingt es dem Land Berlin besonders gut, sein Fachkräftepotenzial durch den Zuzug junger Akademiker zu decken. Von 100 Akademikern, die in Berlin derzeit ausgebildet werden, wollen 78 dem Stadtstaat auch in beruflicher Hinsicht erhalten bleiben. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Zeitarbeitsfirma Studitemps, an der 20 000 Studierende online teilgenommen haben. Zudem wollen offenbar viele Nachwuchsakademiker aus anderen Bundesländern, nach dem Abschluss nach Berlin kommen. So wollen offenbar 62 Prozent der Absolventen Brandenburger Hochschulen in die Hauptstadt abwandern. Tsp

Zweite Warnung für Amazon

Leipzig - Im Streit um einen Tarifvertrag haben Beschäftigte des Internet-Versandhändlers Amazon in Leipzig am Montag zum zweiten Mal die Arbeit niedergelegt. In der Früh- und Spätschicht waren zusammen rund 500 Beschäftigte im Streik, wie ein Verdi-Sprecher sagte. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen lehnt dies ab und orientiert sich nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche. Wegen des Streiks in Leipzig würden keine Auswirkungen für die Kunden erwartet, teilte das Unternehmen mit. Amazon beschäftigt in Deutschland rund 9000 Mitarbeiter. dpa

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