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US-Firmen schlagen europäische

Stuttgart - US-Firmen waren zuletzt deutlicher profitabler als europäische. Während der kumulierte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2012 in Europa um acht Prozent sank, konnten die US-Firmen zwei Prozent zulegen. Das geht aus einer Untersuchung der 300 umsatzstärksten Firmen in Europa und den USA hervor, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young am Freitag veröffentlichte. Zwar steigerten die europäischen Firmen den Gesamtumsatz mit sechs Prozent auf 7,5 Billionen Euro etwas stärker als die US-Konkurrenz. Deren Plus lag bei fünf Prozent auf 7,2 Billionen Euro. Die US-Unternehmen schafften es jedoch, mit einer Ebit-Marge von 11,6 Prozent im Verhältnis mehr Gewinn herauszuholen. Europas Gewinnmarge sank 2012 von 11,4 auf 9,9 Prozent. dpa

Langzeitarbeitslose fallen raus

Nürnberg - Langzeitarbeitslose stoßen bei der Suche nach einem Job weiterhin auf Vorbehalte. Nur jeder dritte Betrieb sei bereit, Männer und Frauen einzustellen, die länger als ein paar Monate arbeitslos waren, ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 23 Prozent berücksichtigten in der Regel nur Jobsucher, die allenfalls wenige Monate keine Arbeit hatten. 16 Prozent der befragten Personalchefs lehnten die Anstellung von Erwerbslosen sogar grundsätzlich ab. dpa

Neue Medikamente bringen wenig

Berlin - Nur eines von zuletzt 23 neu auf den deutschen Markt gekommenen Arzneimitteln bringt den Patienten laut einer aktuellen Studie zweifelsfrei mehr als ältere Präparate. Acht weitere dieser neuen Mittel des Jahres 2010 gegen weit verbreitete Krankheiten bringen demnach etwas mehr, aber nicht wirklich viel. Das ist das Ergebnis des am Freitag in Berlin vorgestellten Innovationsreports 2013 der Techniker Krankenkasse. Riskant sei, dass Ärzte die Medikamente auch massenhaft Patienten verordneten, bei denen dadurch gar keine Therapieverbesserung zu erwarten sei. dpa

Ryanair droht Millionenstrafe

Paris - Europas größtem Billigflieger Ryanair droht wegen mutmaßlichen Verstößen gegen das französische Sozialrecht eine Geldstrafe in dreistelliger Millionenhöhe. In einem Prozess in Aix-en-Provence forderte die Staatsanwaltschaft am Freitag den Gegenwert von vier Flugzeugen vom Typ Boeing 737 als Ausgangsbasis für eine Verurteilung zu nehmen. Ryanair hatte die vier Maschinen jahrelang auf dem französischen Airport Marignane bei Marseille stationiert. Die Beschäftigten am dortigen Unternehmensstandort waren allerdings nicht in Frankreich, sondern in Irland angemeldet. Dies war nach Sicht der Staatsanwaltschaft illegal. Ryanair weist die Vorwürfe zurück. dpa

Arbeitslosenrekord in der Eurozone

Brüssel - Die Rezession treibt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf ein Rekordhoch. 19,375 Millionen Männer und Frauen hatten im April keinen Job – 95 000 mehr als im Vormonat und 1,644 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote kletterte auf den Höchstwert von 12,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. Die Kluft im Währungsraum ist allerdings sehr groß: Während die Quote in Deutschland 5,4 Prozent beträgt, liegt sie in Spanien und Griechenland bei 27 beziehungsweise 26,8 Prozent. rtr

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