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Genug Platz für Windräder



Dessau - Für den Ausbau der Windenergie an Land ist in Deutschland einer Studie zufolge mehr Platz vorhanden als nötig. Bis zu 13,8 Prozent der Landesfläche könnten für Windenergie genutzt werden, ohne dass Abstriche beim Lärmschutz und Naturschutz gemacht werden müssten, ergab die am Dienstag veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Bundesweit gebe es daher einen großen Gestaltungsspielraum für den Ausbau der Windenergie an Land, erklärte UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Die Windkraft auf See müsse zwar nicht infrage gestellt werden, hieß es in der Studie. Es müsse aber darüber nachgedacht werden, in welcher Größenordnung sie ausgebaut werden solle. AFP

BayernLB hat zu viel gezahlt

München - Im Prozess um Schadenersatz für die verhängnisvolle Übernahme der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria bringt ein Gutachten die früheren Vorstände der BayernLB unter Druck. Die Expertise bestätige den Vorwurf, dass die Manager für die Bank 200 Millionen Euro zu viel gezahlt haben, sagte die Vorsitzende der 20. Zivilkammer des Landgerichts München, Isabel Liesegang, am Dienstag. Das Gutachten wurde von dem Leipziger Finanzprofessor Bernhard Schwetzler erstellt und soll in den weiteren Prozess einfließen. Die Landesbank wirft den ehemaligen Vorständen Pflichtverletzungen vor, weil sie die Hypo Group Alpe Adria für rund 1,6 Milliarden Euro kauften und dabei Alarmzeichen über den Zustand der Bank außer Acht gelassen haben sollen. dpa

Haniel verkauft Takkt-Beteiligung

Düsseldorf - Der Mischkonzern Haniel will seine Milliardenschulden abbauen und trennt sich dazu von Anteilen an seiner Beteiligung Takkt. Der Haniel-Anteil an dem Büro-Versandhändler soll um bis zu 20 Prozentpunkte auf 50,01 Prozent sinken. Das schickte die Takkt-Aktie am Dienstag in den Keller. Zum Takkt-Kurs vom Dienstag würde Haniel mit dem Verkauf gut 150 Millionen Euro einnehmen – ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der Milliardenschulden des Duisburger Konzerns. Bei der Vorlage seines Programms zum Schuldenabbau im November hatte Haniel einen Verkauf von Takkt-Aktien noch für tabu erklärt. rtr

130 Millionen für Zalando-Schwester

Berlin - Der russische Zalando-Ableger Lamoda hat 130 Millionen Dollar eingesammelt. Dabei handelt es sich „um das größte Investment, das im russischen E-Commerce jemals getätigt wurde“, teilte die Berliner Lamoda-Mutter Rocket Internet am Dienstag mit. Zu den Geldgebern gehören demnach die beiden US-Risikokapitalgeber Access Industries und Summit Partners sowie der deutsche Konzern Tengelmann. Lamoda wurde 2011 als russische Zalando-Variante von Rocket Internet gegründet und verfügt derzeit nach eigenen Angaben über eine Million Produkte, 800 Marken und eine Million Nutzer.Tsp

Telekom macht Hausbesuche

Bonn - Die Deutsche Telekom bietet ebenso wie der Konkurrent 1&1 nun auch Hausbesuche für die Anmeldung zur rechtssicheren De-Mail an. Wer die De-Mail nutzen will, könne den Telekom-Partner ID 8 beauftragen, die Identifikation zu Hause, im Büro oder an einem beliebigen anderen Ort durchzuführen. Der Service sei kostenlos, teilte die Telekom am Dienstag mit. Die Prüfung mit dem Personalausweis dauere nur fünf Minuten. Telekom-Konkurrent 1&1 bietet bereits solche Hausbesuche an und nutzt dafür denselben Anbieter. „Das ist bei den Kunden sehr beliebt“, sagte Vorstandsmitglied Jan Oetjen. dpa

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