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1800 Flüge wegen Streik gestrichen

Paris/Frankfurt am Main - Frankreich-Reisende müssen wegen eines Fluglotsenstreiks mit Verbindungsausfällen und Verspätungen rechnen. Die Fluggesellschaften strichen nach Angaben der Aufsichtsbehörde DGAC bereits am Dienstag rund 1800 Verbindungen. Allein die deutsche Lufthansa war gezwungen, rund 70 Verbindungen ausfallen zu lassen. Eine Rückkehr zur Normalität wird erst am Donnerstag erwartet. Bis dahin soll der Arbeitskampf nach Gewerkschaftsangaben andauern. Mit dem Streik wollen die Fluglotsen gegen geplante Umstrukturierungen protestieren. Sie befürchten, dass die europäische Umorganisation der Luftraumüberwachung schlechtere Arbeitsbedingungen und Stellenstreichungen zur Folge hat. dpa

Spyker verliert gegen GM

Detroit - Nach der Pleite seiner Tochter Saab ist der niederländische Sportwagenbauer Spyker mit einer Schadenersatz-Klage gegen General Motors gescheitert. GM habe das Recht zur Blockade eines geplanten Saab-Verkaufs gehabt, weil Saab GM-Technologie benutzt habe, entschied ein US-Bundesgericht am Montag. Spyker hatte die Opel-Mutter auf drei Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, weil der US-Konzern den Einstieg eines chinesischen Investors bei Saab verhindert und damit nach Ansicht von Spyker Saab bewusst in die Insolvenz getrieben hatte. Der Traditionskonzern ging Ende 2011 nach langem Überlebenskampf pleite. Spyker hatte Saab knapp zwei Jahre zuvor von GM gekauft. rtr

Kunden klauen für 1,9 Milliarden

Köln - Ladendiebstähle haben den Handel im vergangenen Jahr laut einer Studie 3,8 Milliarden Euro gekostet. Rund die Hälfte des Schadens sei auf das Konto von Kunden gegangen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI. Ein Viertel der Warenverluste seien Mitarbeitern angelastet worden, der Rest Lieferanten und Servicekräften. Zur Vorbeugung von Diebstählen habe der Handel rund 1,2 Milliarden Euro ausgegeben, hieß es in der Studie. Die Summe von fünf Milliarden Euro bedeute, dass jeder Kunde über den Kaufpreis im Schnitt mit einem Prozent an den Schäden durch Ladendiebstähle beteiligt werde. AFP

Strengere Regeln bei Babynahrung Straßburg - Für Babynahrung gelten in der EU in Zukunft strengere Regeln für Werbung und Kennzeichnung. Beschönigende Bilder glücklicher Säuglinge in Verbindung mit Produkten bestimmter Marken sollen verboten werden, hieß es in dem Text, den das EU-Parlament am Dienstag in Straßburg verabschiedete. Bei der Produktion soll der Einsatz von Pestiziden nach Möglichkeit beschränkt werden. Die Grünen im EU-Parlament kritisierten, dass ihre Forderung nach einem völligen Verbot besonders giftiger Pestizide keine Mehrheit fand. dpa

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