NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Brüssel warnt vor Fremdenhass



Berlin - Die EU-Kommission verlangt eine bessere Integration von Einwanderern in den Arbeitsmarkt. „Im Schnitt haben Immigranten eine höhere Arbeitslosigkeit als Einheimische. Wir müssen Politiken entwickeln, die das ändern“, sagte Maria Åsenius, Kabinettschefin von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, am Donnerstag in Berlin. Bei der Konferenz „Die Zukunft der Arbeitsplätze“ der Management-Hochschule ESMT, bei der der Tagesspiegel Medienpartner war, warnte sie vor fremdenfeindlichen Tendenzen im Zuge der Krise. Die derzeitige Lage biete einen Nährboden für Fremdenfeindlichkeit. „Das müssen wir unbedingt verhindern“, forderte Åsenius. „Die Gesellschaft muss Migranten als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren." brö

Briten prüfen Devisenmanipulation

London - Die britischen Behörden haben Vorermittlungen wegen möglicher Manipulationen des Devisenmarktes eingeleitet. Die britische Finanzaufsicht (FCA) habe von mehreren auf dem Londoner Devisenmarkt besonders aktiven Banken Informationen eingefordert, berichtete die „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise. Zu den betroffenen Banken gehörten die Deutsche Bank und Citigroup. Ein Sprecher der Behörde bestätigte, sie habe mit den betroffenen Parteien gesprochen. Laut „FT“ prüfen die Banken ihre zurückliegenden Geschäfte und die Kommunikation ihrer Devisenhändler, um mögliche Manipulationen zu finden. AFP

Menschliche DNA nicht patentfähig Washington - Aus dem menschlichen Körper gewonnene DNA kann einem Urteil des Obersten US-Gerichtshofs zufolge nicht patentiert werden. Firmen können sich jedoch synthetisch hergestellte Erbsubstanz urheberrechtlich schützen lassen, legten die neun Richter am Donnerstag in einer einstimmigen Entscheidung fest. Das Urteil wurde mit Spannung erwartet und stellt einen Kompromiss dar. In dem Fall ging es konkret um Patente der Firma Myriad Genetics, die auch Gentest entwickelt und vermarktet. Auf Grund eines solchen Gentest entschied sich die Schauspielerin Angelina Jolie kürzlich für eine Brustamputation. rtr

CTS Eventim verliert Prozess

Frankfurt am Main - Der Ticketvermarkter CTS Eventim hat nach einer Gerichtsentscheidung keinen Anspruch auf Schadenersatz vom weltgrößten Konzertveranstalter Live Nation. Der Internationale Schiedsgerichtshof urteilte in dem seit drei Jahren schwelenden Verfahren, dass der US-Konzern einen Kooperationsvertrag rechtmäßig gekündigt habe und wies demzufolge die Schadenersatzforderungen von Eventim zurück, wie das im SDax gelistete Unternehmen mitteilte. Ein Einspruch gegen die Entscheidung sei nicht mehr möglich. Branchenkennern zufolge ging es in dem Prozess um mögliche Schadenersatzzahlungen im zweistelligen Millionenbereich, die der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter nun nicht einstreichen kann. rtr

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