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Ex-Siemens-Vorstand angeklagt



München - Fast sieben Jahre nach Bekanntwerden der Schmiergeldaffäre bei Siemens muss sich ab Herbst ein früherer Zentralvorstand des Konzerns vor Gericht verantworten. Die Anklage gegen Uriel Sharef wurde von der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München zur Hauptverhandlung zugelassen, wie die Justiz am Donnerstag mitteilte. Der Prozess soll am 6. September beginnen. Dem 68-jährigen Angeklagten wird Untreue in drei Fällen vorgeworfen. Sharef, der als Zentralvorstand für die Region Amerika verantwortlich war, soll in Schmiergeldzahlungen in Argentinien verwickelt gewesen sein. Die Anklage war bereits im Jahr 2011 erhoben worden. Ende 2006 hatte die schwerste Korruptionsaffäre der deutschen Nachkriegsgeschichte Siemens in Misskredit gebracht. rtr

Dax-Konzerne mit mehr Frauen

Frankfurt am Main - Der Frauenanteil in Spitzengremien deutscher Großkonzerne ist einer Studie zufolge im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht gestiegen. In den Aufsichtsräten der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands, die im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistet sind, seien mittlerweile 21,7 Prozent der Mitglieder weiblich, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Im vergangenen Jahr habe sich der Frauenanteil in den Kontrollgremien noch auf 18 Prozent belaufen, Anfang 2011 auf 13,4 Prozent. 28 der 30 Dax-Unternehmen hätten feste Zielmarken für den Frauenanteil in Aufsichtsräten, hieß es in der Studie. AFP

Rückschlag für die Deutsche Bank

München - Die Deutsche Bank muss im Rechtsstreit mit den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Während das Geldinstitut noch per Beschwerde gegen ein Schadenersatzurteil des Münchener Oberlandesgerichts vorgeht, will das Gericht schon die konkrete Höhe des Schadens festlegen. Richter Guido Kotschy kündigte in der Verhandlung am Donnerstag an, am 5. Juli einen Gutachter zur Ermittlung des Geldbetrags zu benennen. Der Kirch-Konzern war 2002 pleitegegangen. Das Oberlandesgericht sieht es als erwiesen an, dass Äußerungen des früheren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer das Ende des Imperiums besiegelten. Breuer hatte damals kurz vor der Pleite in einem Interview indirekt Zweifel an der Kreditwürdigkeit Kirchs geäußert. rtr

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