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Banken legen Dispo-Zinsen offen



Frankfurt am Main - Die deutschen Banken versprechen mehr Transparenz bei Dispo-Zinsen. Die drei großen Bankenverbände kündigten am Freitag an, die aktuellen Überziehungszinsen für Girokonten würden künftig auf den Internet-Seiten der einzelnen Banken veröffentlicht. Verbraucherschützer hatten die hohen Dispo-Zinsen angeprangert. Nach Erhebungen der FMH Finanzberatung liegt der Dispo innerhalb des vereinbarten Limits im Schnitt bei fast 10,5 Prozent. Geht das Konto noch tiefer ins Minus, verlangen die Banken sogar fast 15 Prozent. rtr

Weg für EZB-Bankenaufsicht frei

Berlin - Der Bundestag hat mit großer Mehrheit einer europäischen Bankenaufsicht zugestimmt und billigte die Übertragung von Zuständigkeiten von der Bundesbehörde Bafin auf die Europäische Zentralbank. Die EZB soll künftig rund 150 Institute direkt überwachen, davon 25 in Deutschland. Die Aufsicht der EZB wird sich auf „bedeutende“ Banken der teilnehmenden Staaten beschränken. Dazu gehören Institute mit einer Bilanzsumme von mehr als 30 Milliarden Euro. Zudem kontrolliert die EZB die drei größten Banken eines Staates sowie alle Banken, die vom Rettungsfonds gestützt werden.dpa

Weniger Gründer

Wiesbaden - In Deutschland finden weniger Menschen den Mut, einen eigenen Betrieb zu gründen. Im ersten Quartal dieses Jahres sank die Zahl der neu angemeldeten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ebenso wie die der Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Statistiker zählten 35 000 größere Betriebe, 7,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der neu angemeldeten Kleinunternehmen sank um 8,8 Prozent auf 60 000. Es wurden aber auch weniger Betriebe abgemeldet. dpa

Deutsche Bahn darf nach London

Paris - Die Deutsche Bahn darf künftig Züge durch den Ärmelkanaltunnel nach London schicken. Nach dreijähriger Prüfung erteilte die zuständige Kommission die notwendige Genehmigung. „Das sind wundervolle Neuigkeiten für Millionen von Passagiere in Nordeuropa“, kommentierte Jacques Gounon, Chef der Betreibergesellschaft Eurotunnel. Er rechnet mit drei bis vier Millionen neuen Passagieren im Jahr. Bis die Bahn tatsächlich London in den Fahrplan aufnimmt, können nach Expertenansicht aber noch weitere Jahre vergehen. dpa

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