NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Umfrage:

Jeder Achte bricht seine Lehre ab

In der Lehre schafft es rund jeder Achte nicht bis zum Abschluss. Das zeigt eine Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter Jugendlichen. Dabei fehlen allerdings Azubis, die den Betrieb wechseln und ihre Ausbildung anderswo fortsetzen. Werden diese mitgerechnet, ist die Abbrecherquote deutlich höher, wie sich aus der Berufsbildungsstatistik des BIBB ergibt. So hat 2011 rund ein Viertel eines Lehrlingsjahrgangs den Ausbildungsvertrag aufgelöst. Viele setzen ihre Lehre hinterher aber in einem anderen Betrieb fort, erläutert Günter Weiden vom BIBB. Außerdem beginnen manche auch eine andere Ausbildung, wenn sie in der ersten scheitern. So steckt von den Jugendlichen, die es laut der Umfrage nicht bis zum Abschluss schaffen, rund ein Drittel rund zwei Jahre nach dem Abbruch in einer Lehre für einen anderen Beruf. Und 13 Prozent der Abbrecher erwirbt auf andere Weise einen berufsqualifizierenden Abschluss – etwa eine schulische Ausbildung, ein Studium oder die Beamtenlaufbahn. Der Rest bleibt laut Günter Weiden zunächst ganz ohne Ausbildung. dpa

Hochwasser: Betroffene Firmen können Kurzarbeitergeld beantragen

Arbeitgeber können für ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragen, wenn sie vom Hochwasser betroffen sind. Darauf weist die Bundesagentur für Arbeit hin. Bei der Genehmigung des Antrags zahlt der Staat dem Unternehmen für die Beschäftigten eine Lohnersatzleistung, erklärt Frank Fleischmann von der Agentur für Arbeit in Suhl. Voraussetzung ist, dass in dem Betrieb wegen des Hochwassers die Arbeit eingestellt werden muss. Grund kann beispielsweise sein, dass die Maschinen zerstört sind, das Betriebsgelände nicht betreten werden kann oder Zulieferer wegen des Hochwassers nicht liefern können. Bei Fragen zum Thema Kurzarbeitergeld können Betriebe die bundesweite kostenfreie Servicenummer 0800 455 55 20 anrufen. Betroffene Mitarbeiter müssen in Folge der Kurzarbeit mit Einbußen rechnen. Die Arbeitsagentur übernimmt maximal 67 Prozent des Nettolohns, sagt Fleischmann. Allerdings muss der Betriebsrat der Kurzarbeit zustimmen. Darauf weist Jobst-Hubertus Bauer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Stuttgart, hin. Gibt es in dem betreffenden Unternehmen keinen Betriebsrat, muss sich der einzelne Arbeitnehmer mit der Kurzarbeit und den damit verbundenen Einkommenseinbußen einverstanden erklären. Manche Arbeitsverträge enthalten eine vorsorgliche Zustimmung des Arbeitnehmers für diesen Fall. Ist das nicht so, muss man gesondert zustimmen. dpa

Karrierefaktor: Gutes Aussehen halten die meisten für wichtig

Das Vertrauen darauf, dass Fachwissen und Leistungsbereitschaft ausreichende Voraussetzungen für die Karriere sind, ist begrenzt: Mehr als jeder zweite Erwerbstätige (61,7 Prozent) ist der Meinung, dass gutes Aussehen wichtig ist, um im Job Erfolg zu haben. Das zeigt eine repräsentative Befragung von Erwerbstätigen des Marktforschungsinstituts Lünendonk. Besonders verbreitet ist diese Einstellung bei jungen Frauen: So halten 71,8 Prozent der 18- bis 35-jährigen das Äußere für wichtig, wenn es auf der Karriereleiter nach oben gehen soll. Bei den Männern im gleichen Alter sind es allerdings nur 60,8 Prozent. Im Auftrag der Personalberatung Orizon wurden im Frühjahr 2013 rund 2070 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren befragt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar