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Zwei Tage Streik bei Amazon

Leipzig/Bad Hersfeld - Mit dem ersten mehrtägigen Streik in den Amazon-Versandlagern in Leipzig und Bad Hersfeld erhöht Verdi den Druck im Tarifstreit. Am Montag legten nach Gewerkschaftsangaben insgesamt mehr als 1000 Mitarbeiter an beiden Standorten die Arbeit nieder. Am Dienstag sollte weiter gestreikt werden. Verdi fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Nachtzuschläge ab 20 Uhr. Das US- Unternehmen lehnt dies ab. Amazon hat in Deutschland 9000 Mitarbeiter und acht Versandlager. Ein neuntes Logistikzentrum soll 2013 im brandenburgischen Brieselang entstehen. Am Montag teilte die Firma mit, dass dort langfristig 1000 Arbeitsplätze entstehen sollen. dpaÜBER AMAZON]

ENBW plant Milliardenumbau

Stuttgart - Deutschlands drittgrößtes Energieunternehmen ENBW will sieben Milliarden Euro in den Umbau des Konzerns stecken. Die Hälfte solle in den Ausbau der Windenergie fließen, sagte ENBW-Chef Frank Mastiaux am Montag. „Wir haben das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 signifikant von heute zwölf Prozent auf fast 40 Prozent mehr als zu verdreifachen.“ Weitere drei Milliarden Euro sollen in das Netzgeschäft investiert werden. Der Verkauf nicht-strategischer Beteiligungen solle 2,7 Milliarden Euro einbringen. Bisher waren nur Verkäufe für 1,5 Milliarden Euro vorgesehen gewesen. dpa

Attac kritisiert Griechenland-Hilfe

München - Die Hilfsmilliarden für Griechenland flossen nach Darstellung des globalisierungskritischen Netzwerks Attac zu mehr als drei Viertel an Banken und reiche Kapitalanleger. Von den seit Mai 2010 an Athen überwiesenen 207 Milliarden Euro seien mindestens 160 Milliarden direkt oder indirekt beim Finanzsektor gelandet, wie Attac in einer am Montag bekanntgewordenen Übersicht kritisiert. Das Bundesfinanzministerium wollte die Zahlen nicht bestätigen. Ein Sprecher betonte, Hauptziel der Hilfen sei es, Griechenland Zeit für Reformen zu geben und zu stabilisieren. Nach Attac-Angaben wurden allein 58,2 Milliarden Euro für die Rekapitalisierung griechischer Banken genutzt – „anstatt den zu großen und maroden Sektor nachhaltig umzustrukturieren und die Eigentümer der Banken für deren Verluste haften zu lassen“. dpa

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