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Bahn verlässt Griechenland

Berlin - Die Deutsche Bahn hat sich wegen hoher Korruptionsrisiken aus Griechenland und anderen Staaten zurückgezogen. Diese Entscheidung sei schon vor längerer Zeit gefallen, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag. Es sei aber denkbar, dass das Unternehmen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen künftig auch wieder Geschäfte in Risikoländern mache. Damit zieht die Bahn auch Konsequenzen aus Ermittlungen gegen ihre Tochter DB International (DBI). Sie soll im vergangenen Jahrzehnt in mehreren Staaten Schmiergeld gezahlt haben, um Beratungs- und Planungsaufträge für Eisenbahnprojekte zu bekommen. Seit dem Ausbruch der Krise in Griechenland haben einige große westeuropäische Konzerne das Land verlassen oder ihr Geschäft dort kräftig eingedampft. dpa

Oetker-Gruppe verkauft mehr

Bielefeld - Der Oetker-Konzern hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. 2012 legten die Erlöse um 9,3 Prozent auf knapp elf Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Jeden zweiten Euro (5,46 Milliarden Euro) setzte das Familienunternehmen mit der Reederei Hamburg Süd um. Zuwächse erzielte auch der Nahrungsmittelbereich (2,1 Milliarden Euro). Ein kleines Plus gab es bei der Sektkellerei Henkel und Deutschlands größter Brauereigruppe Radeberger. Zum Gewinn werden traditionell keine Angaben gemacht. Das Ergebnis sei aber zufriedenstellend, hieß es. dpa

BMW-Manager geht zu Jaguar

München - Der Autobauer BMW muss sich einen neuen Chef für sein größtes Produktionswerk suchen. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, wechselt der bisherige Fabrikleiter Wolfgang Stadler als Produktionsvorstand in die Führung des zum indischen Tata-Konzern gehörenden britischen Autobauers Jaguar Land Rover. Im niederbayerischen Dingolfing arbeiten rund 18 500 Menschen und fertigen unter anderem Autos der 3er- und 5er-Reihe des Konzerns.dpaBMW AG]

Razzia bei Aeroflot

Moskau - Wegen des Verdachts auf Vetternwirtschaft eines ranghohen Managers haben Ermittler die Büros der größten russischen Fluglinie Aeroflot durchsucht. Vize-Generaldirektor Andrej Kalmykow soll der Firma seiner Frau und seiner Mutter zahlreiche Charterflüge in Urlaubsgebiete etwa ins türkische Antalya weit unter Wert verkauft haben, wie die Ermittlungsbehörde am Dienstag mitteilte. Dabei sei Aeroflot, das zum größten Teil im Staatsbesitz ist, ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden. Die Behörde leitete ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs ein.dpa

Gastgewerbe setzt weniger um

Wiesbaden - Das deutsche Gastgewerbe hat sich im April schwergetan. Die Erlöse sanken zu vergleichbaren Preisen (real) gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Nominal verbuchte die Branche allerdings ein Plus von 2,2 Prozent. Hotels setzten mehr um, auch die Erlöse der Caterer stiegen. Gaststätten und Restaurants machten dagegen real 1,7 Prozent weniger Umsatz als im April des Vorjahres. In den ersten vier Monaten stieg der Umsatz der Branche nominal um 0,6 Prozent, real verzeichnete er ein Minus von 1,7 Prozent. dpa

Easyjet bestellt groß bei Airbus

Le Bourget - Der britische Billigflieger Easyjet hat Airbus einen Großauftrag für seine Mittelstreckenjets beschert. Der Ryanair-Konkurrent will bei der EADS-Tochter 35 Airbus A320 sowie 100 Maschinen der spritsparenden Neuauflage A320neo bestellen, wie die Fluggesellschaft am Dienstag zur weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mitteilte. Laut Preisliste haben die 135 Jets einen Gesamtwert von 13,2 Milliarden US-Dollar. Allerdings hat sich Easyjet nach eigenen Angaben einen kräftigen Rabatt gesichert. dpa

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