NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Frauen stocken öfter auf als Männer

Düsseldorf - Erwerbstätige Frauen müssen ihr Einkommen häufiger mit Arbeitslosengeld II aufstocken als Männer. Das zeigen Auswertungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Böckler-Stiftung. Unter den mehr als 1,3 Millionen Erwerbstätigen, die Anfang 2012 zusätzlich zu ihrem Gehalt Arbeitslosengeld II bezogen, waren demnach 722 000 Frauen und nur 608 000 Männer. Als eine Erklärung nannte das WSI, dass die meisten Alleinerziehenden weiblich sind. Personen mit Partner müssten seltener als Alleinlebende aufstocken – auch weil sie sich nach den Hartz-IV-Regeln gegenseitig absichern müssen. dpa

Weiter Streit um Agrarspekulation

Luxemburg - Die EU-Länder haben neue Regeln für Geldanlagen und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei Finanzprodukten beschlossen. Die von den EU-Finanzministern verabschiedete Novelle der Finanzmarkt-Richtlinie sieht unter anderem vor, dass die Anbieter ihre Kunden über die anfallenden Kosten eines Finanzprodukts informieren sollen. Die Hilfsorganisation Oxfam warf den Ministern vor, keine Regeln für die Eindämmung von Nahrungsmittelspekulation beschlossen zu haben. Den Finanzinstituten bleibe es weiterhin möglich, „im großen Stil“ zu spekulieren. AFP

Milliardengarantien für HSH erlaubt

Brüssel/Hamburg - Hamburg und Schleswig-Holstein dürfen ihre Garantien für die HSH Nordbank wieder von sieben auf zehn Milliarden Euro aufstocken. Die EU-Kommission habe vorläufig den höheren Garantierahmen genehmigt und gleichzeitig eine Untersuchung eingeleitet, hieß es in Brüssel. Die HSH Nordbank benötigt die Garantien, um die erforderliche Ausstattung mit Eigenkapital sicherzustellen. Sie hatte die ursprünglich genehmigten Garantien von zehn auf sieben Milliarden Euro zurückgeführt, braucht nun aber wegen der Krise auf den Schifffahrtsmärkten wieder eine höhere Absicherung. dpa

HRE-Aktionäre verlieren vor Gericht München - Die ehemaligen Aktionäre der verstaatlichten früheren Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) haben eine neue Pleite hinnehmen müssen. Am Freitag scheiterte eine Gruppe von 270 Aktionären vor dem Landgericht München mit der Forderung, mehr Entschädigung als die vom Bund gezahlten 1,30 Euro je Aktie zu erhalten. Die HRE war im Zuge der Finanzmarktkrise ins Schlingern geraten. Das Institut galt als systemrelevant, seine Pleite hätte also andere Banken mitreißen können. Aus diesem Grund entschied sich der Bund 2009 zur Verstaatlichung. Insgesamt stützte der Bund die HRE mit 102 Milliarden Euro. AFP

Schweizer fürchten US-Strafen

Zürich - Nach dem Scheitern einer Steuervereinbarung mit den USA im Parlament lotet die Schweizer Regierung Wege aus, um Strafverfahren gegen heimische Banken abzuwenden. Die Finanzministerin werde der Regierung demnächst Alternativen vorlegen, sagte ein Regierungssprecher. Die am Mittwoch vom Berner Parlament verworfene „Lex USA“ hätte den Banken für ein Jahr erlaubt, dem US-Justizministerium Geschäfte mit Amerikanern offenzulegen, ohne Kundennamen zu nennen. Gegen eine auf Basis dieser Angaben errechnete Geldbuße wären die Amerikaner bereit, auf eine Strafverfolgung von Banken zu verzichten. Das Angebot gilt bis zum 1. Juli. rtr

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