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Kartellamt kann mehr verlangen

Düsseldorf - Das Bundeskartellamt könnte in Zukunft höhere Bußgelder gegen große Unternehmen verhängen, die mit illegalen Absprachen ihre Kunden schröpfen. Strafen gegen kleinere Firmen könnten dagegen geringer ausfallen. Hintergrund der Ankündigungen des Kartellamts vom Dienstag sind Richtersprüche des Bundesgerichtshofes, die eine Anpassung der Regeln für die Bußgelder nötig machten. Die Wettbewerbshüter können bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes eines an illegalen Absprachen beteiligten Konzerns als Buße verhängen. Aber auch der Umsatz, den das Unternehmen in dem konkreten Markt erzielt, spielt eine Rolle bei der Berechnung der Bußgelder. rtr

Bauern halten weniger Schweine Wiesbaden - In deutschen Ställen gibt es weniger Schweine als vor einem Jahr. Während die Zahl der Rinder – darunter 4,2 Millionen Milchkühe – im Vorjahresvergleich leicht um 0,9 Prozent auf 12,6 Millionen stieg, sank die Zahl der Schweine um 2,5 Prozent auf 27,4 Millionen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, sind neue Tierschutzvorschriften der Hauptgrund für den Rückgang. Seit Anfang 2013 dürfen Zuchtsauen nur noch in Gruppen gehalten werden. Wegen der dafür nötigen Umbaukosten hätten vor allem viele kleine Betriebe aufgegeben. Zum Stichtag 3. Mai gab es in Deutschland rund 28 000 Betriebe mit Schweinehaltung, 7,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. dpa

Baubranche schafft Ziele nicht

Berlin - Die deutsche Baubranche hinkt wegen des langen Winters und des Hochwassers noch weit hinter ihren Geschäftszielen für 2013 hinterher. Von Januar bis April setzten die Betriebe nur 21 Milliarden Euro um, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dies sind 6,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Die Branchenverbände peilen für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von zwei Prozent auf rund 94,5 Milliarden Euro an. Im April zogen die Bestellungen preisbereinigt zwar um 2,1 Prozent zum Vorjahresmonat an, in den ersten vier Monaten des Jahres sank das Neugeschäft aber insgesamt um knapp drei Prozent. rtr

Desertec braucht eine Milliarde Euro

Berlin - Um Wüstenstrom aus Nordafrika und dem Nahen Osten nach Europa bringen zu können, ist einer Untersuchung zufolge eine Anschubfinanzierung von einer Milliarde Euro nötig. Da dies für die finanzschwachen Staaten Nordafrikas schwer sei, müssten zu Beginn Europa und Staaten der Golfregion einspringen, schlägt die Wüstenstrom-Initiative Desertec vor. Denkbar sei etwa eine Förderung durch die Europäische Investitionsbank (EIB). Desertec gilt als das derzeit ehrgeizigste Infrastrukturprojekt der Welt: Bis 2050 sollen in Nordafrika und im Nahen Osten Solarkraftwerke und Windparks entstehen, um einen großen Teil des örtlichen und Teile des europäischen Stromverbrauchs zu decken. AFP

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