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Flut kostet Versicherer Milliarden



Berlin/Brüssel - Das extreme Hochwasser im Juni wird die Versicherungen in Deutschland fast zwei Milliarden Euro kosten. Die Branche zählte rund 180 000 versicherte Schäden, wie der Branchenverband GDV am Dienstag in Berlin mitteilte. Davon unabhängig können deutsche Bauern in diesem und im nächsten Jahr mit insgesamt bis zu 600 Millionen Euro an Nothilfen rechnen. Die EU-Kommission genehmigte die geplante staatliche Unterstützung, die je zur Hälfte vom Bund und den Länder kommt. dpa

Weniger Arzneimittel auf dem Markt

Berlin - Die Pharmaindustrie bringt immer weniger neue Medikamente auf den Markt. Derzeit werde 324 Arzneimitteln die Chance eingeräumt, innerhalb der kommenden vier Jahre in den Handel zu kommen, teilte der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa) am Dienstag mit. Noch vor zwei Jahren waren es 359, im Jahr 2009 sogar 442. Grund sei, dass es länger dauere, bis ein Medikament zugelassen werden könne, sagte Vfa-Experte Siegfried Throm. „Die Mittel stecken in den Studien fest.“ Viele Pharmafirmen sind auf neue Medikamente angewiesen, weil die Patente für wichtige Umsatzbringer ablaufen und sie deswegen neue Erlösquellen benötigen. rtr

HSH-Kunden wechseln zur Sparkasse Hamburg - Die HSH Nordbank trennt sich im Sanierungsprozess von einem Teil des Privatkundengeschäfts. Rund 10 000 Kunden sollen mit ihren Konten zur Hamburger Sparkasse (Haspa) und zur Förde Sparkasse in Kiel wechseln, wie die HSH Nordbank am Dienstag mitteilte. Voraussetzung für die Übertragung von Girokonten oder Schließfächern sei, dass die Kunden dem zustimmen. Dieser Vorgang soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein kommt nach eigenen Angaben EU-Auflagen nach, die im Zuge ihrer Rettung durch die Länder gemacht wurden. dpa

BGH: Preisbeschriftung groß genug

Karlsruhe - Grundpreise in Supermärkten dürfen in einer zwei Millimeter kleinen Schrift angegeben werden. Eine solche Schriftgröße sei für Verbraucher noch deutlich lesbar, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Die Richter wiesen damit eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegen den Discounter Netto ab. Die Grundpreise seien kontrastreich und übersichtlich dargestellt, urteilte der BGH. Dass sich Käufer eventuell bücken müssten, um die Preise in den unteren Regalen lesen zu können, stehe der Beurteilung nicht im Wege. dpa

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