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Conergy stellt Produktion ein

Frankfurt (Oder) - Nach der Insolvenzanmeldung hat das Solarunternehmen Conergy in Frankfurt (Oder) am Freitagabend die Produktion gestoppt. Die Geschäftsleitung habe den Mitarbeitern der Spätschicht vor Arbeitsbeginn mitgeteilt, dass die Produktion bis Montag eingestellt werde, sagte Siegfried Wied von der IG Metall Ostbrandenburg am Samstag. „Für uns kam dies völlig überraschend“, sagte der Gewerkschaftssekretär. Der Betriebsrat war nach Angaben des Vorsitzenden Harald Frick nicht informiert worden. Eine Stellungnahme des Unternehmens gab es zunächst nicht. In dem Frankfurter Werk mit rund 320 Beschäftigten wird normalerweise sieben Tage die Woche rund um die Uhr gearbeitet. Conergy hatte am Freitag beim Hamburger Amtsgericht wegen Überschuldung einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Damit sind in Brandenburg mehr als 500 Arbeitsplätze in Gefahr. Insgesamt hat Conergy nach eigenen Angaben 800 Mitarbeiter in Deutschland. dpa

SAP soll eigene Läden aufbauen

Düsseldorf - SAP soll Teile seiner Software künftig in verbesserten Webshops und auch in eigenen Läden in Toplagen anbieten. „Die Zukunft ist eine Kombination aus Verkauf und Beratung im Internet und Shops mit hoher Visibilität in den großen urbanen Zentren weltweit“, sagte Aufsichtsratschef Hasso Platter in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ im badischen Walldorf. „Apple macht das, Burberry, jetzt auch Microsoft. Ich habe SAP schon vor Jahren gesagt, sie sollen über eine Shop-Idee nachdenken, auch wenn das für eine Firma mit Geschäftskunden schwierig ist.“ Ohne Zahlen und konkrete Standorte zu nennen, sagte Platter: „Physische Shops kann man sich vor allem in den großen Städten vorstellen.“ Tsp

Anheuser kooperiert mit Kartellamt

Bremen - Der internationale Braukonzern Anheuser-Busch InBev kooperiert im Verfahren um Preisabsprachen mit dem Bundeskartellamt. „Wir haben die Kronzeugenregelung genutzt“, sagte der Sprecher von AB InBev Deutschland, Oliver Bartelt, am Samstag. Einzelheiten nannte er nicht, weil das Verfahren noch laufe. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, dass die Ermittlungen des Kartellamtes vor dem Abschluss stünden. Neben AB InBev (unter anderem Beck's) habe auch die Bitburger Braugruppe ausgesagt. 2011 hatte das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen zwölf Firmen eingeleitet. Durch Absprachen sollen die Preise für 24 Biere zeitgleich angehoben worden sein, berichtete das Magazin. Es drohten Bußgelder in dreistelliger Millionenhöhe. Kronzeugen in Kartellverfahren können mit Straferlass oder Strafreduzierung rechnen. dpa

Athen senkt Privatisierungsziel

Athen- Nach dem vorläufigen Scheitern des Verkaufs der staatlichen griechischen Erdgasfirma DEPA rechnen Athen und die Geldgeber-Troika mit deutlich weniger Einnahmen aus Privatisierungen in diesem Jahr als ursprünglich geschätzt wurde. Wie die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur Amna am Samstag berichtete, sei die Privatisierungs-Zielvorgabe von 2,6 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden bis Ende des Jahres gesenkt worden.Der Chef des griechischen Privatsierungsfonds (Taiped), Stelios Stavridis, kündigte eine Neuausschreibung der Privatisierung der DEPA an. dpa

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