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Bund soll mehr in die Bahn stecken



Berlin - Deutschland investiert weniger Geld in die Schiene als seine Nachbarn in Europa. Während die Schweiz 349 Euro pro Jahr und Bürger investiert, kommt Österreich auf 258 und Schweden auf 151 Euro. Das geht es Berechnungen der Bahn-Lobby Allianz pro Schiene und der Beratungsfirma SCI Verkehr vom Montag hervor. Deutschland kommt demnach nur auf 51 Euro und landet damit hinter den Niederlanden (129), Großbritannien (110), Italien (79) und Frankreich (63). Von einem „alarmierenden Sonderweg Deutschlands“ sprach der Verbandschef Dirk Flege. Die Bundesrepublik verspiele die Chance, einen Großteil des Verkehrs in der Zukunft auf die Schiene zu holen. Der Staat müsse seine Investitionen in die Eisenbahn um die Hälfte steigern, verlangte er. brö

Conergy will Produktion hochfahren

Düsseldorf - Der insolvente Solarkonzern Conergy will seine Produktion in Frankfurt (Oder) hochfahren und sucht Unterstützer. Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz kündigte an, die Wiederaufnahme der Modulfertigung anzustreben. Derzeit würden jedoch noch Abstimmungsgespräche geführt. Undritz erklärte zudem, die Fertigung von Fotovoltaik-Montagesystemen in Rangsdorf bei Berlin laufe unverändert weiter. Conergy hatte am Freitag beim Amtsgericht Hamburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. rtr

Berliner Flughäfen gewinnen

Berlin - Auch ohne den neuen Hauptstadtflughafen zieht Berlin immer mehrFluggäste an. Von Januar bis Juni nutzten 12,4 Millionen Passagiere die Altflughäfen Tegel und Schönefeld. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und so viele wie nie zuvor, wie die Betreiber am Montag mitteilten. Besonders der überlastete Flughafen Tegel musste zusätzliche Passagiere verkraften: Mit 9,2 Millionen waren es 9,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2012. In Schönefeld sank die Zahl der Passagiere um 7,1 Prozent auf 3,2 Millionen. Wegen größerer Flieger gab es mit gut 116 000 Starts und Landungen 1,3 Prozent allerdings weniger Flüge als im Vorjahreszeitraum. dpa

Kuba schafft Zweitwährung ab

Havanna - Das wirtschaftlich angeschlagene Kuba will die seit 1994 geltende Doppelwährung abschaffen. Die Koexistenz von zwei Zahlungsmitteln sei „eins der größten Hindernisse für den nationalen Fortschritt“, sagte Präsident Raúl Castro am Sonntagabend (Ortszeit). Einen Zeitpunkt für die Reform nannte er allerdings nicht. Seit Jahren spaltet die Doppelwährung die Gesellschaft in zwei Parallelwelten. Viele Kubaner erhalten Geldzuwendungen in CUC von Verwandten im Ausland – andere müssen sich dagegen mit den staatlichen Monatsgehältern und -Renten von umgerechnet 20 US-Dollar im Schnitt begnügen. dpa

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