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New York übernimmt Libor-Zinssatz



New York/London - Nach dem Manipulationsskandal um den Londoner Libor wird der Referenzzinssatz künftig von der New Yorker Börse ermittelt. Man habe sich einstimmig entschieden, die Verwaltung des wichtigen Satzes an eine Tochter der New Yorker Börse, die NYSE Euronext Rates Administration Limited, abzugeben, teilte die British Bankers’ Association (BBA) am Dienstag mit. Die eigens gegründete Tochter ist allerdings in London ansässig und wird von der britischen Finanzaufsicht FCA überwacht. Die Übergabe soll Anfang 2014 abgeschlossen sein. Die „London Interbank Offered Rate“ (Libor) gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Er hat aber auch enorme Bedeutung für die Finanzmärkte und ist Basis für Finanzgeschäfte in dreistelliger Billionenhöhe. Geringste Ausschläge können Millionen an Gewinn oder Verlust bringen. 2012 waren jahrelange Manipulationsversuche von Banken bekannt geworden. dpa

Mehr Rechte für Reisende

Brüssel - Reisende sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission künftig mehr Rechte bei Urlaubsreisen haben. So sollen EU-Bürger gegen eine „angemessene“ Storno-Zahlung noch vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten können. Kostenlos soll ein Rückzieher möglich sein bei Naturkatastrophen oder Unruhen im Reiseland, die den Urlaub beeinträchtigen könnten. Das hat die EU-Behörde am Dienstag in Brüssel vorgeschlagen. Zudem sollen Urlauber besseren Schadenersatz erhalten und von einheitlichen Haftungsregeln profitieren. Damit der Vorschlag Gesetzeskraft erhält, müssen EU-Parlament und Mitgliedsstaaten zustimmen. Die neuen Regeln könnten frühestens in ein bis zwei Jahren gelten, sagte EU-Kommissarin Viviane Reding. dpa Stellen streichen

Frankfurt am Main - Die anhaltende Krise im Euro-Raum und neue Regeln der Aufseher zwingen Europas Banken zum Sparen. In Deutschland will jedes dritte Institut in den kommenden Monaten Personal abbauen. Das ist ein Ergebnis des am Dienstag veröffentlichten „Bankenbarometers“ der Prüfungsgesellschaft Ernst & Young. Spüren werden das sowohl Beschäftigte in der Verwaltung als auch im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Europaweit wollen sogar vier von zehn Banken die Zahl der Beschäftigten reduzieren. Deutlich weniger Institute planen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Für die Studie befragte ein unabhängiges Marktforschungsinstitut in den vergangenen zwei Monaten insgesamt 252 führende Banken in Europa. dpa

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