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Allianz ist systemrelevant



Basel - Der Allianz-Konzern und acht weitere weltweit bedeutende Versicherungsunternehmen müssen künftig höhere Kapitalreserven zur Abwehr von Finanzkrisen vorhalten. Sie werden in einer ersten Liste systemrelevanter Versicherer aufgeführt, deren Zusammenbruch nach Einschätzung von Experten das weltweite Finanzsystem gefährden würde. Die Liste, die noch erweitert werden soll, wurde im Auftrag der G-20-Staaten vom Finanzstabilitätsrat (FSB) in Basel erstellt und jetzt veröffentlicht. dpa

Sechs Prozent aller Flüge verspätet

Saarbrücken - Gut sechs Prozent aller Flüge in Deutschland sind einer Auswertung zufolge deutlich verspätet. Von den rund 550 000 Passagieren, die täglich von deutschen Flughäfen starten, würden im Schnitt rund 33 000 mehr als eine halbe Stunde verspätet abheben, zitierte die „Saarbrücker Zeitung“ aus einer Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion. Diese hatte Daten der Firma EU-Claim für die vier größten deutschen Flughäfen Frankfurt am Main, München, Düsseldorf und Berlin-Tegel ausgewertet. Verspätungen von mehr als drei Stunden betreffen den Angaben zufolge nur 0,3 Prozent der täglichen Passagiere – das sind 1500 Fluggäste. AFP

Zwei Leiharbeiter sterben auf Werft Papenburg - Der Tod zweier rumänischer Arbeiter bei der Papenburger Meyer Werft rückt den Umgang mit Leiharbeitern in den Fokus. Dabei geht es auch um die Unterkunft der verunglückten Arbeiter. „Wir wissen um den Zustand dieser Gebäude. Es muss ein Ende gemacht werden mit diesen Massenunterkünften“, sagte Stadtrat Günter Buss (Grüne) aus Papenburg am Freitag. Es gebe mindestens fünf weitere Häuser in Papenburg, die als Unterkunft für Leiharbeiter genutzt würden. Er habe mehrfach auf diese Missstände hingewiesen, sagte Buss. In dem Wohnhaus war vor einer Woche Feuer ausgebrochen, zehn Monteure konnten sich retten. Für die beiden Opfer kam jede Hilfe zu spät. dpa

Erzeuger steigern Preise nur leicht

Berlin - Die deutschen Produzenten haben ihre Preise im Juni moderat angehoben. Sie stiegen im Schnitt um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Energie verteuerte sich um 0,7 Prozent. Mineralölerzeugnisse wie Benzin und Diesel waren 2,2 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Nahrungsmittel kosteten 3,8 Prozent mehr, Strom verteuerte sich um 1,4 Prozent. In dieser Statistik werden die Preise ab Werkstor geführt – also bevor die Produkte in den Handel gelangen. Die Erzeugerpreise geben damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation. rtr

Russen kaufen mehr Autos

Moskau - In Russland werden einer Studie zufolge bald mehr Autos verkauft als in anderen europäischen Ländern. Bis 2020 werde Russland Deutschland überholen und zum größten Automarkt Europas aufsteigen, berichtete die Unternehmensberatung Boston Consulting Group am Freitag. Derzeit kämen nur 290 Wagen – davon viele veraltet – auf 1000 Russen. Zum Vergleich: In Westeuropa seien es 560 Autos pro 1000 Einwohner. Die Boston Consulting Group geht davon aus, dass der russische Automarkt bis 2020 jährlich um sechs Prozent wächst. Damit käme das Land auf ein Absatzvolumen von 4,4 Millionen Stück. rtr

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