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Griechischer Schuldenberg wächst

Luxemburg - Griechenlands Schuldenberg wächst weiter. Der öffentliche Schuldenstand des Landes betrug am Ende des ersten Quartals 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der Wert erst bei 136 Prozent gelegen, im Vorquartal waren es knapp 157 Prozent gewesen. Griechenland führt im Euroraum und in der EU die Negativliste der Staaten mit dem höchsten Schuldenstand an, gefolgt von Italien mit 130 Prozent, Portugal mit 127 Prozent und Irland mit 125 Prozent. Laut Eurostat hat auch die Verschuldung der Euro-Länder insgesamt zugenommen. Im ersten Quartal wuchs der Wert von 90,6 auf 92,2 Prozent. Die Schuldenquote Deutschlands sank leicht von 81,9 auf 81,2 Prozent. dpa



Telefonica will E-Plus kaufen

Frankfurt am Main - Der spanische Telefonkonzern Telefonica bereitet den Kauf des Mobilfunknetzbetreibers E-Plus vor. Telefonica Deutschland erklärte am Montag, sie führe Gespräche über einen Kauf der KPN-Tochter E-Plus. Auch die beiden Mutterkonzerne, KPN aus den Niederlanden und Telefonica aus Spanien, bestätigten Gespräche über die Deutschland-Töchter. Der Ausgang sei aber ungewiss. Über die Details werde noch verhandelt. Der Deal soll laut Insidern ein Volumen von fünf Milliarden Euro haben. rtr

Hochfrequenzhändler verurteilt

London - In Großbritannien ist erstmals ein Hochfrequenzhändler wegen umstrittener Geschäfte zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Die britische Aufsichtsbehörde FCA sah es als erwiesen an, dass der in den USA ansässige Händler Michael Coscia den britischen Rohstoffmarkt zu seinen Gunsten manipuliert hat und verurteilte ihn am Montag zu einer Strafzahlung von knapp einer Million Dollar. Die Strafe wäre sogar noch um 30 Prozent höher ausgefallen, hätte Coscia sich nicht auf einen Vergleich mit der Behörde eingelassen. Nach Einschätzung der FCA sorgte der Händler 2011 mit Hilfe eines bestimmten Algorithmus dafür, dass ein falscher Eindruck von Angebot und Nachfrage entstand. rtr

Weniger Zwangsversteigerungen

Ratingen - In Deutschland sind im ersten Halbjahr dieses Jahres fast 30 Prozent weniger Immobilien bei Zwangsversteigerungen unter den Hammer gekommen als in den ersten sechs Monaten 2012. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Halbjahresbericht des Ratinger Fachverlages Argetra hervor. Die 23 500 Zwangsversteigerungstermine seien der niedrigste Stand seit 13 Jahren. Zudem bedeute dies den stärksten Rückgang seit Beginn der Zählung vor 15 Jahren. Die Experten erklären die Entwicklung mit der starken Nachfrage nach Immobilien aufgrund der Finanzmarktkrise. dpa

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