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Kartellamt mahnt Hotelportal HRS ab



Bonn - Die Bestpreisklauseln bei vielen Onlinehotelportalen stoßen beim Bundeskartellamt weiterhin auf massive Bedenken. Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte, derartige Regelungen seien „vielfach nur auf den ersten Blick zum Vorteil der Verbraucher“. In Wirklichkeit schlössen sie den Wettbewerb um niedrigere Preise für Hotelzimmer zwischen den Portalen in Deutschland praktisch aus. Das Kartellamt mahnte deshalb das Hotelportal HRS erneut wegen des Verstoßes gegen deutsches und europäisches Wettbewerbsrecht ab. Nach den Klauseln müssen Hotels die jeweils günstigsten Konditionen immer auf dem Internetportal anbieten. Reisende, die direkt an der Rezeption buchen oder stornieren, dürfen keinen Vorteil haben. dpa

Hersteller gegen Solarkompromiss

Brüssel - Ein sich abzeichnender Kompromiss der Europäischen Union im Solarstreit mit China stößt auf den Widerstand europäischer Produzenten. Die diskutierte Lösung sei „absurd“ und komme einer „Absatzgarantie“ für China gleich, sagte der Präsident der Herstellerallianz EU Prosun, Milan Nitzschke, am Donnerstag. Die Hersteller seien daher zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg bereit. EU Prosun hatte sich in Brüssel über die unfaire Konkurrenz aus Fernost beschwert und den Fall ins Rollen gebracht. Der Kompromiss sieht laut „Handelsblatt“ vor, dass China pro Jahr Solarmodule mit einer Leistung von sieben Gigawatt nach Europa exportieren darf – aber nicht billiger als 57 Cent pro Watt peak. AFP



Daimler punktet im Kältemittelstreit

Stuttgart/Paris - Der Autobauer Daimler hat im Kältemittelstreit mit Frankreich einen wichtigen Teilerfolg erzielt. Ein Verwaltungsgericht in Versailles wies am Donnerstag den Zulassungsstopp für einige Modelle zurück. Ministerium und Verwaltung müssen ihre Entscheidung nun neu fassen. Daimler gab sich optimistisch. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass die französische Verwaltung der Meinung des Gerichts folgen wird und unsere Fahrzeuge in Kürze wieder in Frankreich zugelassen werden können“, sagte ein Sprecher. Frankreich weigert sich seit Anfang des Monats, Modelle der Mercedes A-, B- und SL-Klasse zuzulassen, die vom deutschen Kraftfahrtbundesamt nachträglich mit dem alten Kältemittel R134a zertifiziert worden waren. dpa

Verdacht auf Menschenhandel

Osnabrück - Nach Medienberichten über den Einsatz osteuropäischer Arbeiter auf der Papenburger Meyer Werft ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Menschenhandels. Es bestehe ein Anfangsverdacht, der sich aber im Moment nicht gegen konkrete Personen richte, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. „Wir haben keinen Anhaltspunkt, dass die Meyer Werft da irgendwie dran beteiligt wäre“, fügte er hinzu. Nach einem Brand mit zwei Todesopfern in einer Unterkunft der Arbeiter war in einem Zeitungsbericht von „sklavereiähnlichen Zuständen“ die Rede. Die Werft hatte diese Vorwürfe zurückgewiesen. Sie beschäftigt über einen Emder Personaldienstleister die Arbeitskräfte aus Rumänien als Schweißer. dpa

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