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EDF steigt in USA aus Atomkraft aus

Paris - Der französische Versorger EDF steigt überraschend aus der Atomenergie in den USA aus. Das Unternehmen habe sich mit seinem US-Partner Exelon darauf geeinigt, dass gemeinsame Akw- Joint-Venture CENG in den USA in nächster Zeit zu beenden, teilte der weltgrößte Produzent von Kernenergie mit. Dazu habe EDF eine Vertragsoption gezogen, die einen Verkauf der CENG-Anteile an Exelon von Januar 2016 bis Juni 2022 ermögliche. Hintergrund ist der Erdgasboom in den USA, der den dortigen Energiemarkt durcheinandergebracht hat. Mehrere Akws wurden aus Rentabilitätsgründen geschlossen, bei anderen die Produktion heruntergefahren. Zum Preis äußerte sich EDF nicht. rtr

Asklepios darf nicht zukaufen

Frankfurt am Main - Das Bundeskartellamt hat Asklepios die geplante Aufstockung seiner Anteile an Rhön-Klinikum verboten. Die von Asklepios beabsichtigte Aufstockung auf 10,01 Prozent an dem fränkischen Krankenhauskonzern sei untersagt worden, teilte das Bundeskartellamt mit. Asklepios werde die Auflage des Kartellamts nicht erfüllen, die Harzklinik in Goslar sowie das Medizinische Versorgungszentrum dort an einen unabhängigen Krankenhausträger zu verkaufen. Asklepios-Eigner Bernard Broermann war 2012 bei Rhön eingestiegen und hatte damit die drei Milliarden Euro schwere Übernahme der fränkischen Klinikkette durch den Gesundheitskonzern Fresenius platzen lassen. Mit dem Ausbau der Rhön-Anteile hätte Asklepios womöglich einen Verkauf des Konkurrenten dauerhaft verhindern können. rtr

Schweizer Notenbank macht Verlust

Bern - Der jüngste Goldpreis-Sturz kommt die Schweizer Nationalbank (SNB) teuer zu stehen. Insgesamt mussten die Notenbanker im ersten Halbjahr 2013 einen Verlust von 7,3 Milliarden Franken (5,9 Milliarden Euro) hinnehmen, wie sie in Bern mitteilten. Maßgeblich waren vor allem Abschreibungen auf das Edelmetall: Die SNB beziffert den Bewertungsverlust auf den Bestand von 1040 Tonnen auf 13,2 Milliarden Franken. Schadensbegrenzung gelang mit Devisengeschäften: Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen der Nationalbank betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 5,8 Milliarden Franken. Der Goldpreis war massiv unter Druck gekommen, nachdem Profi-Anleger das Edelmetall in Erwartung einer nicht mehr ganz so lockeren US-Geldpolitik auf die Verkaufslisten gesetzt hatten. dpa

Sprint verliert Kunden

Overland Park - Der drittgrößte US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel rutscht tiefer in die roten Zahlen. Im zweiten Quartal fiel unterm Strich ein Verlust von 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) an – nach einem Minus von 1,4 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Hintergrund war vor allem die Aufgabe des alternden Nextel-Netzes. Mehr als eine Million Vertragskunden wandten sich ab. dpa



Nemat geht in Lanxess-Aufsichtsrat

Berlin - Claudia Nemat, Vorstandsmitglied bei der Telekom, zieht als zweite Frau in den Aufsichtsrat des Chemiekonzerns Lanxess ein. Das Registergericht Köln habe Nemat, die bei der Telekom seit Oktober 2011 die Bereiche Technik und Europa verantwortet, mit sofortiger Wirkung in das Kontrollgremium bestellt, teilte Lanxess am Dienstag mit. Nemat tritt die Nachfolge von Ulrich Middelmann an, der vor wenigen Wochen gestorben war. Vor ihrer Tätigkeit bei der Telekom war die Physikerin 17 Jahre lang bei der Unternehmensberatung McKinsey beschäftigt. jmi

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