NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Daimler nutzt Schein-Werkverträge



Stuttgart - Der Autokonzern Daimler hat nach Einschätzung des Landesarbeitsgerichts Stuttgart zwei frühere IT-Experten in Schein-Werkverträgen beschäftigt. Zwischen den beiden Fachleuten und dem Unternehmen habe ein Arbeitsverhältnis bestanden. Damit habe eine unerlaubte Arbeitnehmerüberlassung vorgelegen, begründete das Gericht die Entscheidung am Donnerstag. Wird das Urteil rechtskräftig, bekämen die beiden einen Arbeitsvertrag bei Daimler. Beide Kläger haben zwar mittlerweile andere Jobs, fordern aber nach wie vor eine Festanstellung. Im Rahmen von Werkverträgen werden Aufträge nur an Firmen gegeben, direkte Weisungen an Mitarbeiter sind nicht erlaubt. Dabei kommt es laut Gericht nicht auf den Vertrag an, sondern auf die „gelebte Praxis“. dpa

Bombardier gewinnt dank Zügen

Toronto - Der kanadische Zug- und Jethersteller Bombardier hat im abgelaufenen Quartal dank eines brummenden Eisenbahngeschäfts einen Gewinnsprung verzeichnet. Das Ergebnis erhöhte sich binnen Jahresfrist um gut ein Fünftel auf 180 Millionen US-Dollar. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 4,43 Milliarden Dollar. Während der weltgrößte Zugbauer, dessen Europazentrale in Berlin beheimatet ist, mit seinen Zuwächsen im Bahngeschäft den Rivalen Siemens in den Schatten stellt, plagen ihn Sorgen um die Flugzeugsparte. Bombardier musste zweimal den Jungfernflug seiner C-Serie verschieben. Das schürt Zweifel, ob die Kanadier die Geschäftsfliegerreihe bis Mitte 2014 auf den Markt bekommen.rtr

Erster A400 M ausgeliefert

Paris - Nach jahrelanger Verzögerung ist das erste Exemplar des neuen Airbus-Militär-Transportflugzeugs A400M ausgeliefert worden. Die Maschine wurde am Donnerstag formell den französischen Luftstreitkräften übergeben, wie Airbus Military in Madrid und das Verteidigungsministerium in Paris mitteilten. Der A400M soll am Freitag in die französische Luftwaffenbasis Orléans-Bricy rund 100 Kilometer südwestlich von Paris gebracht werden. Wegen technischer Probleme beim Triebwerk der Maschine hatte sich die Auslieferung des Flugzeugs seit Jahren verzögert. Die Kosten des von Deutschland, Frankreich und fünf weiteren Nato-Staaten in Auftrag gegebenen Projekts erhöhten sich im Vergleich zum ursprünglichen Budget um 6,2 Milliarden Euro, das sind rund zehn Prozent. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben