NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Groupon verkauft mehr



Chicago - Das zwischenzeitlich in Bedrängnis geratene Internetportal Groupon hat vor allem im nordamerikanischen Heimatmarkt zuletzt mehr Schnäppchen verkauft. Dazu beigetragen hat auch die Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern. Mittlerweile werden in Nordamerika die Hälfte aller Einkäufe von diesen mobilen Geräten aus getätigt. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Groupon um sieben Prozent auf 609 Millionen Dollar. Allerdings legten auch die Kosten kräftig zu, so dass am Ende ein Verlust von unterm Strich annähernd acht Millionen Dollar herauskam. Vor einem Jahr hatte Groupon noch gut 28 Millionen Dollar verdient. dpa

Fanny Mae zahlt Staatshilfe zurück

Washington - Der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae, den US-Präsident Barack Obama abwickeln will, überweist nach einem erfolgreichen zweiten Quartal weitere 10,2 Milliarden Dollar an die Staatskasse. Damit steige die insgesamt abgeführte Summe auf rund 105 Milliarden Dollar, erklärte das Unternehmen am Donnerstag. Fannie Mae und die Schwestergesellschaft Freddie Mac sind Säulen des US-Immobilienmarkts. Sie kaufen Banken Pakete an Hauskrediten ab, wodurch die privaten Institute frisches Geld erhalten und neue Kredite vergeben können. In den Turbulenzen des Krisenjahres 2008 gerieten die beiden Hausfinanzierer aber in Schieflage und der Staat musste sie mit einem mehr als 187 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket stützen. dpaFREDDIE MAC]

Milka-Hersteller tritt auf der Stelle

Deerfield - Der US-amerikanische Milka- und Philadelphia-Hersteller Mondelez kommt kaum von Fleck. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um ein mageres Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar zu. In Europa schrumpfte das Geschäft sogar leicht. Der Gewinn fiel nach der Abspaltung des nordamerikanischen Lebensmittelzweigs im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf unterm Strich 616 Millionen Dollar. Mondelez ist aus dem ehemaligen Kraft-Konzern entstanden, der sich im Oktober aufgespalten hatte. dpa

SGL Group muss sparen

Wiesbaden - Der Kohlenstoffspezialist SGL Carbon ist im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gestürzt und will nun mit einem Sparprogramm gegensteuern. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 233,6 Millionen Euro nach 9,2 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vorstandschef Robert Koehler sah den „zyklischen Abschwung in vielen unserer Kundenindustrien“ als einen Grund für Verluste. Dazu kommen Sonderlasten in Höhe von 222 Millionen Euro. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal um 3,29 Prozent auf 414,1 Millionen Euro. dpaSGL CARBON]

Conergy will bis Oktober verkaufen

Hamburg - Die beiden Brandenburger Produktionsstätten des insolventen Solarunternehmens Conergy sollen bis Anfang Oktober in neue Hände kommen. Für die Modulfertigung in Frankfurt (Oder) und die Gestellproduktion in Rangsdorf interessierten sich zahlreiche Investoren aus dem In- und Ausland, teilte Conergy-Insolvenzverwalter Sven- Holger Undritz am Donnerstag mit. Er habe mit mehreren potenziellen Käufern vielversprechende Gespräche geführt. Conergy hatte vor gut einem Monat einen Insolvenzantrag gestellt. dpa

Solarkrise lähmt SMA

Düsseldorf - Die Solarkrise hat den Wechselrichterproduzenten SMA Solar fest im Griff. Wettbewerbsdruck und Preisverfall sorgten bei SMA in den ersten sechs Monaten für einen Einbruch der Erlöse um 45 Prozent auf 461,5 Millionen Euro. Der Absatz sackte auf 2,5 Gigawatt nach 4,0 GW vor Jahresfrist ab. Operativ verbuchte der Konzern einen Verlust (Ebit) von 23,3 (Vorjahr: plus 84) Millionen Euro. Unter dem Strich lag das Minus bei 16,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 59,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. rtr

Kältemittel in Flammen

Stuttgart - Bei Tests des umstrittenen Kältemittels R1234yf hat das Kraftfahrt- Bundesamt (KBA) ähnlich wie der Autobauer Daimler Sicherheitsmängel festgestellt – sieht aus gesetzlicher Sicht aber keinen Handlungsbedarf. Wie das KBA am Donnerstag mitteilte, hatten sich bei Extremtests bei einem Modell zwar Flammen im Motorraum gebildet. Im Rahmen des Produktsicherheitsgesetzes bestehe aber keine „ernste Gefahr“. Weniger scharfe und gesetzlich ausreichende Versuchsbedingungen hatten zuvor keine Sicherheitsmängel ergeben. Daimler weigert sich, das Kältemittel in seinen Klimaanlagen zu verwenden, weil der Konzern bei eigenen Tests Brandgefahr festgestellt hat. Der Autobauer sieht sich durch das Ergebnis bestätigt. dpaDAIMLER AG]

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