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Schleusenstreik ärgert Ministerium

Berlin - Das Bundesverkehrsministerium hat den Streik der Schleusenwärter kritisiert. Die Arbeitsniederlegungen seien eine „ärgerliche Sache“ und „ein Wahlkampfmanöver von Verdi“, hieß es am Freitag auf Anfrage. Ob es in der nächsten Zeit zu informellen Gesprächen mit der Gewerkschaft komme, „wird man sehen“, sagte ein Sprecher von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Für alle Binnenschiffer sei die Situation „unhaltbar“, aber man habe sich nichts vorzuwerfen, weil es eine Beschäftigungsgarantie gebe. Vom seit Wochen andauernden Streik waren am Donnerstag auch die Schleusen in Berlin und Brandenburg betroffen. Nahezu alle 50 Schleusen seien geschlossen gewesen, zeigte sich Verdi-Sprecher Manfred Loos zufrieden. Für das Wochenende und die kommende Woche sind in der Region vorerst keine Aktionen geplant. Tsp

Inflation in der Euro-Zone stabil

Luxemburg - Der Preisauftrieb in der Euro-Zone bleibt infolge der schwachen Konjunktur verhalten. Die Verbraucherpreise stiegen in den 17 Euro-Ländern im Juli mit 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nicht stärker als im Juni. Dies teilte das Statistische Amt der EU (Eurostat) am Freitag in Luxemburg mit. Auch in den 28 EU-Ländern lag die Inflationsrate im Jahresvergleich mit 1,7 Prozent auf gleicher Höhe wie im Juni. Unterdessen haben sinkende Importe den Handelsbilanzüberschuss der Euro-Zone im Juni ausgeweitet. Die Differenz aus Aus- und Einfuhren kletterte auf 17,3 von 14,5 Milliarden Euro im Mai. dpa

Mehr neue Wohnungen genehmigt
Wiesbaden - Der Wohnungsbau in Deutschland nimmt weiter Fahrt auf. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden insgesamt 124 876 neue Wohnungen genehmigt und damit 9,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Knapp jede zehnte neue Wohnung entstand in bereits bestehenden Gebäuden. Bei den neuen Wohngebäuden legte insbesondere die Zahl der Einheiten in Mehrfamilienhäusern deutlich um 21,7 Prozent auf über 52 000 zu. Die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser wuchs hingegen nur um 1,5 Prozent auf gut 44 700. dpa

IBM kauft israelisches Start-up

New York - IBM springt auf den Trend auf und baut sein Geschäft mit Sicherheitssoftware durch einen Zukauf aus. Wie der US-Konzern mitteilte, will er den Software-Anbieter Trusteer übernehmen. Kreisen zufolge legt IBM knapp eine Milliarde Dollar auf den Tisch. Das israelische Unternehmen stellt Programme zur Bekämpfung von Computerviren und zum Schutz vor Schadsoftware her. Zu den Details der Transaktion wurde nichts bekannt. IBM kündigte bereits an, den Standort in Tel Aviv ausbauen und dort die Entwicklung neuer Angebote vorantreiben zu wollen. rtr

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