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Umfrage: Jeder Dritte will

den Arbeitsplatz wechseln

Gut jeder dritte Beschäftigte spielt mit dem Gedanken, seinen jetzigen Arbeitgeber zu verlassen. Laut einer repräsentativen Umfrage von Innofact fühlen sich 35 Prozent demnach nicht an ihr Unternehmen gebunden. Hätten die Befragten schon ein konkretes Angebot auf dem Tisch, würde sogar etwa die Hälfte den aktuellen Arbeitgeber wechseln. Die Erhebung wurde von der Talent- und Karriereberatung Rundstedt in Auftrag gegeben. Raum zur Optimierung sehen die Befragten beispielsweise beim Thema Work-Life-Balance. Nur 44 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben achtet. Fast jeder Vierte findet dagegen, dass das in seinem Unternehmen nicht zutrifft. Noch schwächer schneiden die Betriebe beim Faktor Vergütung ab, 30 Prozent sind mit ihrem Gehalt und weiteren materiellen Anreizen nicht zufrieden. dpa

Verspätete Rückkehr:

Arbeitnehmer tragen Risiko

Kommen Arbeitnehmer nach dem Urlaub zu spät ins Büro zurück, weil etwa ein Flug ausgefallen ist, müssen Beschäftigte das volle Risiko tragen und eine Lohnkürzung in Kauf nehmen. Darauf weist der Arbeitsrechtler Alexander Bredereck aus Berlin hin. Alternativ kann der Arbeitnehmer in manchen Fällen mit seinem Chef verhandeln und ihm anbieten, die Zeit nachzuarbeiten. Ausnahmen gibt es nach gängiger Rechtsprechung bisher nur bei Naturkatastrophen. Dann hat es in der Regel keine Konsequenzen, wenn er später als geplant wieder an den Schreibtisch zurückkehrt. In jedem Fall sollten Berufstätige so schnell wie möglich bei der Arbeit Bescheid geben, wenn sich eine Verspätung abzeichnet. Andernfalls riskiert man eine eine Abmahnung. Tipp: sich jede Verzögerung oder Umbuchung am Flugschalter schriftlich geben lassen. dpa

Quereinstieg: Nicht auf ausgeschriebene Stellen bewerben

Quereinsteiger sollten bei der Jobsuche öffentliche Stellenangebote meiden. Sie bemühen sich besser um persönliche Kontakte in die Branche. Interessierte müssten von freien Stellen Wind bekommen, bevor diese ausgeschrieben sind, sagt die Karriereberaterin Madeleine Leitner aus München. Personaler würden Bewerbungen von Seiteneinsteigern oft erst gar nicht lesen. Quereinsteiger konzentrieren sich besser auf den verdeckten Stellenmarkt, rät Leitner. Viele Jobs vergeben Chefs an ihnen bekannte oder empfohlene Personen. In diesen Kreis gilt es zu kommen. Quereinsteiger sollten versuchen, auf Weiterbildungen und Insiderveranstaltungen Kontakte zu knüpfen. Auch Bekannte und frühere Kollegen könnten helfen, von freien Stellen vor deren Ausschreibung zu erfahren.dpa

Urteil: Schichtarbeiter dürfen

auf Teilzeit reduzieren

Will ein Schichtarbeiter seine Arbeitszeit reduzieren, kann das den Schichtplan sehr durcheinanderwirbeln. Allein wegen des organisatorischen Mehraufwands darf ein Arbeitgeber das Teilzeitgesuch aber nicht ablehnen. Das gilt vor allem dann, wenn der Arbeitnehmer durch die Teilzeitarbeit Familie und Beruf besser vereinbaren möchte. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln entschieden (Az.: 7 Sa 766/12). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin. Bei Wünschen nach Anpassung der Arbeitszeit aufgrund der familiären Situation sei das Maß des Zumutbaren für den Arbeitgeber höher anzusetzen. dpa

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