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Athen feuert Privatisierungschef

Athen - Rückschlag für die griechischen Privatisierungen: Der griechische Finanzminister, Ioannis Stournaras, hat am Sonntag überraschend den Rücktritt des Chefs des Privatisierungsfonds Taiped, Stelios Stavridis, gefordert. Dies teilte das Finanzministerium in Athen ohne weitere Begründung schriftlich mit. Wie aus Kreisen des Finanzministeriums verlautete, hänge der erwartete Abgang des Taiped-Chefs damit zusammen, dass er das Angebot des griechischen Reeders Dimitris Melissanides angenommen hatte, dessen Privatflugzeug für eine Urlaubsreise zu nutzen. Zuvor hatte ein tschechisch-griechisches Konsortium – an dem auch der Reeder Melissanides beteiligt ist – für 652 Millionen Euro ein Drittel des vom Staat gehaltenen Glücksspielunternehmens OPAP gekauft. dpa

Regierung unterstützt Daimler

Stuttgart/München - Im Kältemittel- streit zwischen Daimler und Frankreichs Behörden hat die deutsche Bundesregierung die Position des Autobauers verteidigt. In einem Schreiben an die EU-Kommission heißt es laut einem „Focus“-Bericht, Daimler sei kein Versuch einer unzulässigen Umgehung von Umweltvorschriften vorzuwerfen, da das von der EU gewählte Kältemittel R1234yf Sicherheitsprobleme verursache. Weil die Stuttgarter nach wie vor für die Klimaanlagen der Mercedes-Fahrzeuge das alte Mittel R134a verwenden, gilt in Frankreich ein Zulassungsstopp. Die Bundesregierung weist in dem Schreiben darauf hin, dass eine entsprechende Richtlinie „ausdrücklich eine Übergangsfrist bis 2017 vorsieht“, bis zu der das alte Kältemittel in Klimaanlagen verwendet werden darf. dpa

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Ägypten: Elektrolux pausiert länger

Stockholm - Angesichts der politischen Unruhen in Ägypten verlängert der weltweit zweitgrößte Haushaltsgerätehersteller Electrolux seinen Produktionsstopp in dem arabischen Land. Die Arbeit in den Betrieben werde erst wieder aufgenommen, wenn sich die Sicherheitslage stabilisiere, teilte die AEG-Mutter am Sonntag mit. Das schwedische Unternehmen, das rund 7000 Mitarbeiter in Ägypten beschäftigt, hatte die Produktion am Mittwoch gestoppt. Im vergangenen Jahr setzte Electrolux in Ägypten rund 232 Millionen Euro um – bei einem Gesamtumsatz von fast 13 Milliarden Euro. Auch andere internationale Unternehmen wie General Motors haben ihre Produktion in Ägypten ausgesetzt. rtr

Häuserpreise in China explodieren

Peking - Die Immobilienpreise in Peking und Schanghai ziehen rasant an. In der chinesischen Hauptstadt lagen die Häuserpreise im Juli satte 14,1 Prozent über dem Vorjahreswert, in der Finanzmetropole waren es 13,7 Prozent. Das geht aus Berechnungen hervor, die auf am Sonntag veröffentlichten Daten der nationalen Statistikbehörde beruhen. Es ist sowohl für Peking als auch Schanghai die höchste Monatsrate des bisherigen Jahres. Insgesamt mussten Käufer in 62 von 70 untersuchten Städten tiefer in die Tasche greifen. Für die chinesische Regierung ist die Immobilienbranche von großer Bedeutung, weil sie 40 andere Wirtschaftszweige direkt beeinflusst und das Wachstum in der Volksrepublik unterstützt. rtr

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