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Berufe sind in Ost und West verschieden angesehen

Nach wie vor gibt es teils große Unterschiede beim Ansehen einzelner Berufe zwischen West- und Ostdeutschland. So liegt das Ansehen von Ärzten in Ostdeutschland um elf Prozentpunkte höher als im Westen (85 beziehungsweise 74 Prozent). Das geht aus der jährlichen Berufsprestige-Skala des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Auch Lehrer sind in Ostdeutschland angesehener, mit 47 Prozent im Vergleich zu 40 Prozent. Der Ingenieur ist mit 32 Prozent in Ostdeutschland ebenfalls angesehener als im Westen (25 Prozent). Dagegen sind Pfarrer in Ostdeutschland weniger angesehen (22 beziehungsweise 30 Prozent). Insgesamt haben Ärzte weiter das höchste Ansehen: 76 Prozent schätzen ihre Arbeit. Den zweiten Rang belegt erneut die Krankenschwester mit 63 Prozent. An dritter Stelle steht mit 49 Prozent der Polizist, dahinter liegen Lehrer und Handwerker. Zu den Schlusslichtern gehören unverändert Fernsehmoderatoren und Banker mit je drei Prozent. Nur wenig besser schneiden mit sechs Prozent Politiker ab. dpa

Illegale Arbeitnehmerüberlassung: Mitarbeiter kann sich einklagen

Werden Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber unerlaubterweise an eine andere Firma verliehen, können sie sich bei der Firma, bei der sie tatsächlich arbeiten, auf eine unbefristete Stelle einklagen. Das hat das Landesarbeitsgerichts Hamm (Az.: 3 Sa 1749/12) entschieden. Auf das Urteil weist die Deutsche Anwaltauskunft hin. In dem verhandelten Fall war ein Mann seit 2008 bei einer Reinigungsfirma angestellt, die ihn vorwiegend bei einem Kunden einsetzte. Dort erledigte der Mann Hausmeistertätigkeiten, regelte den Wareneingang oder besetzte die Poststelle. Im Frühjahr 2012 klagte er – mit Erfolg. Das Gericht urteilte, die Reinigungsfirma habe ihn wie einen Zeitarbeiter verliehen, ohne dass sie eine Erlaubnis dazu hatte. Die Überlassung sei illegal, der bestehende Arbeitsvertrag ungültig. Stattdessen sei ein Arbeitsvertrag zwischen dem Leiharbeitnehmer und der anderen Firma zustande gekommen. dpa

Weiter gute Berufsaussichten

in der Baubranche

Vom Maurer bis zum Ingenieur: In der deutschen Bauwirtschaft sind die Chancen auf Jobs weiterhin gut. Bewerber hätten wegen des boomenden Wohnungsbaus und vielen Abgängen in den Ruhestand derzeit gute Karten auf eine Stelle, sagt Heiko Stiepelmann, Pressesprecher und Chefvolkswirt des Bauindustrieverbands. Auf der anderen Seite sei die Bewerberzahl in der Branche überschaubar. Grund dafür sei auch, dass die Zahl der Schulabgänger in Deutschland immer kleiner werde, die Konkurrenz um sie aber größer. Die Bauwirtschaft biete eine gute Perspektive – für Maurer, Betonbauer, Straßenbauer und Ingenieure.dpa

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