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Minijobber können sich von Rentenversicherungspflicht befreien



Minijobber haben die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien zu lassen. Darauf weist die Minijob-Zentrale in Essen hin. Dazu muss der Minijobber einen schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber einreichen.Dieser übermittelt die Daten an die Minijob-Zentrale. Die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht wirkt grundsätzlich ab Beginn des Kalendermonats, in dem der Antrag beim Arbeitgeber eingeht. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber der Minijob-Zentrale die Befreiung bis zur nächsten Entgeltabrechnung anzeigt, spätestens innerhalb von sechs Wochen nach Eingang. Anderenfalls beginnt die Befreiung erst später. dpa

Gefeuert in der Probezeit: Azubi sollte schnell zur Arbeitsagentur

Bekommen Azubis in der Probezeit eine Kündigung, verfallen viele erst einmal in Schockstarre. Das ist aber genau die falsche Reaktion. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, sollten Jugendliche rasch aktiv werden. Der erste Weg führt am besten in die Arbeitsagentur, rät Frank Fleischmann von der Arbeitsagentur in Suhl. Dort sollten Jugendliche melden, dass sie erneut eine Ausbildungsstelle suchen. Auch wenn der Verlust der Lehrstelle im November oder Dezember alles andere als optimal ist – oft kann in der Nachvermittlung noch ein anderer Ausbildungsplatz gefunden werden. Eine andere Lösung kann sein, übergangsweise eine Einstiegsqualifizierung zu machen - eine Art bezahltes Praktikum in einem Betrieb. dpa

Ärger im Job im Büro lassen – und zu Hause nur kurz darüber sprechen

Über ärgerliche Vorkommnisse in der Firma sollten sich Arbeitnehmer abends zu Hause höchstens kurz auslassen. Anschließend sollten sie sich nicht länger mit der Arbeit beschäftigen, rät Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Kurz mit der Familie, dem Partner oder Freunden darüber zu diskutieren, sei okay. Das könne beim anschließenden Abschalten helfen. „Man sollte das nicht mit sich herumschleppen, auch nicht verdrängen oder betäuben, sondern verarbeiten.“ Beim Abschalten helfe eine Belohnung, „sich positive Impulse schaffen, Dinge machen, die einem gut tun“. Ein Problem abends zu lange gedanklich hin und her zu wälzen, setze den Körper nur weiterhin Stress aus.dpa

Betriebsbedingte Kündigung: Kein Anspruch auf Stelle im Ausland

Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, haben Mitarbeiter einen Anspruch darauf, dass der Arbeitgeber andere freie Stellen zunächst mit ihnen besetzt. Dieser Anspruch bezieht sich aber ausdrücklich nicht auf freie Stellen im Ausland. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden (Az.: 2 AZR 809/12). Es bestätigte damit eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf. In dem verhandelten Fall hatte eine Frau geklagt, die seit 1984 in einem Textilbetrieb in Nordrhein-Westfalen arbeitete. Das Unternehmen hatte seine Produktion nach Tschechien verlagert. In Deutschland blieb die Verwaltung und der kaufmännische Bereich. Den Produktionsmitarbeitern am Sitz des Unternehmens war deswegen betriebsbedingt gekündigt worden. Die Klägerin sah dies als sozial ungerechtfertigt an. Der Arbeitgeber hätte ihr zumindest eine freie Stelle in Tschechien anbieten müssen. Die Richter sahen das anders und wiesen die Kündigungsschutzklage ab. dpa

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