NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Strom wird immer teurer

Frankfurt am Main - Die Strompreise sind weiter im Aufwind: Eine Megawattstunde zur Lieferung in einem Jahr in Deutschland kostete am Freitag mit 38,85 Euro zeitweise so viel wie zuletzt Anfang Juni. Seit Ende August sind die Preise damit um mehr als sechs Prozent gestiegen, nachdem sie zuvor monatelang auf Talfahrt waren. In Frankreich markierte der Strompreis mit 43,25 Euro den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten. rtr

Verdi prüft Zusagen für Schleusen

Berlin - In den Konflikt um die Absicherung der Beschäftigten bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) kommt womöglich Bewegung. Die Gewerkschaft Verdi will ein am Freitag bekannt gewordenes Papier mit Zusagen von drei Bundesministern einer genauen Prüfung unterziehen, wie ein Sprecher in Berlin sagte. Die Vorbereitungen für die ab Montag geplanten bundesweiten Streiks des Schleusenpersonals sollen demnach aber bis auf Weiteres fortgesetzt werden. Das Bundesverkehrsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass Ressortchef Peter Ramsauer, Innenminister Hans-Peter Friedrich (beide CSU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den WSV-Mitarbeiter weitreichende Zusagen gemacht hätten. dpa

Kommunen gewinnen vor Gericht

Düsseldorf - Mehrere nordrhein-westfälische Kommunen haben den Streit um Verluste durch riskante Zinswetten der WestLB vor Gericht gewonnen. Die einstige Landesbank habe seinerzeit nicht ausreichend deutlich gemacht, dass sie bei diesen Swap-Geschäften nicht an der Seite der Kommunen als Kunden stehe, sondern deren Wettgegner sei, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts. Außerdem habe die Bank den Kommunen die schon zum Vertragsschluss negative Marktentwicklung verschwiegen. Allerdings durchkreuzte das Gericht die Absicht der Kläger, nur die Verluste geltend zu machen: Sie müssten mit Gewinnen aus den Swap-Geschäften verrechnet werden. Das Gericht entschied am Freitag über Klagen von Übach-Palenberg, Kreuztal und dem Ennepe-Ruhr-Kreis, weitere folgen. Es geht insgesamt um Streitwerte von 68 Millionen Euro.dpa

Arbeitskosten steigen kaum

Berlin - Arbeit in Deutschland verteuert sich weiter – aber nur noch halb so stark wie zu Jahresbeginn. Die Arbeitskosten stiegen im zweiten Quartal durchschnittlich um 1,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, erklärte das Statistische Bundesamt. Das war der niedrigste Anstieg seit Ende 2010. Zu Jahresauftakt hatte sich Arbeit um 3,7 Prozent verteuert. Während die Bruttoverdienste im Frühjahr um 2,0 Prozent zulegten, stiegen die Lohnnebenkosten um 1,4 Prozent.rtr



Studie: Meldestelle verteuert Benzin

St. Gallen - Die neue Meldestelle für Kraftstoffe könnte nach Einschätzung eines Experten zu höheren statt niedrigeren Benzinpreisen führen. Der Markt werde nicht nur für die Autofahrer transparent, sondern auch für die Mineralölgesellschaften und Tankstellenbetreiber, sagte Wissenschaftler Holger Haedrich. Er hat in einer Studie gemeinsam mit der Schweizer Universität St. Gallen die Wirkung der Transparenzstelle untersucht. Damit können die Autofahrer mobil die aktuellen Benzinpreise der deutschen Tankstellen abrufen. Die Tankstellen würden nun ihre Preise lokal optimieren, sagte Haedrich. dpa

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