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Öko-Branche warnt vor Insolvenzen



Berlin - Im Streit um die Begrenzung der Energiewendekosten warnt der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) vor einem Kahlschlag in der Branche. „Die Konsequenzen des von BDI-Präsident Grillo und Arbeitgeberpräsident Hundt vorgeschlagenen Moratoriums für den Ausbau Erneuerbarer Energien wären unzählige Insolvenzen und Entlassungen“, sagte BEE-Geschäftsführer Hermann Falk am Donnerstag in Berlin. Arbeitgeberverband und Industrie hatten zuvor einen Förderstopp für neue Windräder und Solaranlagen gefordert. dpa

Gericht begrenzt Sonntagsarbeit

Kassel - Die Bundesländer dürfen Arbeit an Sonn- und Feiertagen nicht allzu großzügig genehmigen. Das Bundesrecht gibt beispielsweise eine Genehmigung für Callcenter im Versandhandel nicht her, wie am Donnerstag der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel entschied. Entsprechende Regelungen in Hessen sind danach unwirksam. Die hessische „Bedarfsgewerbeverordnung“ erlaubt Sonntagsarbeit in Callcentern beispielsweise des Versandhandels, beim Online-Banking oder im Reisegewerbe. Weitere Ausnahmen galten im Sommer für Brauereien und andere Betriebe der Getränkewirtschaft sowie für die Herstellung und den Handel mit Speiseeis. Ganzjährig durften auch öffentliche und kirchliche Videotheken und Bibliotheken an Sonn- und Feiertagen bis zu sechs Stunden öffnen. AFP

Weniger neue Arbeitslose in den USA Washington - Die Zahl neuer Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf den niedrigsten Wert seit 2006 gefallen. Sie sank in der abgelaufenen Woche um 31 000 auf 292 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Allerdings sei ein Teil des Rückgangs durch Probleme bei der Datenübermittlung erklärbar, hieß es. Diese seien auf Computer-Umstellungen in zwei US-Bundesstaaten zurückzuführen. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Anstieg auf 330 000 gerechnet. rtr

Alterung trifft Unternehmen

Frankfurt am Main - Die deutschen Unternehmen sind trotz eines großen Problembewusstseins bislang kaum auf die Folgen des demografischen Wandels vorbereitet. Nur ein Drittel der von ihr befragten 116 Firmen mit weltweit vier Millionen Beschäftigten gaben an, bereits konkrete Maßnahmen ergriffen zu haben, wie die Beratungsgesellschaft Towers Watson am Donnerstag berichtete. Zwei von drei Firmen spürten bereits erste Folgen in der veränderten Altersstruktur ihrer Belegschaft. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) klagte über Fach- und Führungskräftemangel. Für die Unternehmen werde es darauf ankommen, ihre guten Leute länger zu halten und flexible Übergänge in den Ruhestand zu organisieren. dpa

Feuer lässt Chippreise steigen

Shanghai - Ein Feuer in einem Elektronikwerk in China hat die weltweiten Preise für Arbeitsspeicher in die Höhe getrieben. Obwohl sich noch kein Engpass durch das Feuer in der Fabrik des südkoreanischen Konzerns SK Hynix in der Stadt Wuxi abzeichne, dürften die Preise weiter hoch bleiben, sagten Analysten. SK Hynix hat nach eigenen Angaben einen weltweiten Marktanteil von 30 Prozent bei DRAM-Chips, die in Computern, Tablets und Smartphones verbaut werden. Das Werk in Wuxi steht demnach für die Hälfte der Produktion. Zu den Kunden gehören weltweite Elektronikkonzerne wie Samsung und Apple, der gerade erst zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt hat. Wegen der rasant steigenden Smartphone-Verkäufe werde Arbeitsspeicher derzeit stark nachgefragt, sagte Analyst Wang Jun von der Firma Analysys International. AFP

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